Aktuelles aus dem MINT-Bereich

Herzlichen Glückwunsch!

Ehrungen für Daniel Kopisitskiy und Natalie Holzinger

Daniel Kopisitskiy erhielt den 1. Preis in Englisch im Einzelwettbewerb SOLO bei dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2018. Natalie Holzinger bekam den 2. Platz im Schreibwettbewerb "Ohne Punkt und Komma" des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. 

Die Gratulationen erfolgten für Daniel im Namen des Hessischen Kultusministers Prof. Dr. Alexander Lorz und für Natalie im Namen des Oberbürgermeisters Peter Feldmann. Die Schulleiterin der Ziehenschule, Frau Christiane Rogler, überreichte die Dokumente. 

Text: Raphael Schefold; Fotos: Thuy Ly (11.12.2018)

Besuch der INTERGEO

Schülerberichte zum Besuch vom 18.10.2018

Häufig fragt man sich ja, wofür man das alles braucht, was man in der Schule lernt: Physik, Mathe, Informatik? Auf der Messe in Frankfurt haben meine Klasse und ich Antworten auf diese Frage gefunden. Geodäten wenden Physik an, Matheformeln gehen in den Bau von Maschinen ein, die erstaunliche Dinge können, …

Am Donnerstag, den 18.10.2018 besuchte meine Klasse, die 9g, die Messe INTERGEO, einerseits um uns zu zeigen, dass es doch wichtig ist, was wir in der Schule lernen, und andererseits zur Berufsorientierung. Als wir dort ankamen, durften wir uns zunächst für ein paar Minuten in der Messehalle 12.1 umsehen, hier waren verschiedene Messgeräte ausgestellt. Wir, zwei Freundinnen und ich, kamen am Stadtvermessungsamt Frankfurt vorbei. Dort erklärte uns ein netter Mann, wie man die Daten ins Programm eingibt und wie aufgrund der Daten dann eine Stadtkarte erstellt wird. Er zeigte uns digital an einem Computer, wie man mit einer Software, die die Stadtvermessung Frankfurt verwendet, Strecken messen, bei Gebäuden die Grundfläche berechnen kann und vieles mehr.

Danach haben wir uns als Klasse getroffen und sind von Frau Przybilla und Herrn Setz von der Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V. (DVW) empfangen worden. Sie hat uns erklärt, wie der Ausbildungsweg zum Vermessungstechniker verläuft. Geodäten und Vermessungstechniker sind Wissenschaftler, die sich mit der Erdoberfläche beschäftigen. Sie vermessen die Erde und tragen dies dann in unsere Kartensysteme ein, womit sie auch die Daten für unsere Navis und Routenplaner-Apps fürs Handy erzeugen. Danach erklärten uns zwei sehr nette Auszubildende (die eine macht ein amtliches duales Studium und der andere macht eine Ausbildung bei einem privaten Unternehmer), was sie genau bei ihrer Ausbildung machen müssen (z.B. häufig ein Grundstück im Außendienst ausmessen). Außerdem erklärte uns der Auszubildende den Unterschied der beiden Ausbildungen. Im Grunde machen sie dasselbe, nur dass er im Gegensatz zur Frau am Ende nicht verbeamtet wird, sondern ein eigenes Unternehmen gründen oder weiter in dem privaten Unternehmen arbeiten kann.

Danach teilten wir uns in drei Gruppen und wurden zwei Stunden durch die Halle zu verschiedenen Ausstellern geführt. Unsere erste Station war ein Stand von Geodäten, die auf dem Land arbeiten. Sie zeigten uns einen kurzen Film, in dem es darum ging, dass ein Team von Geodäten die Grundstücke von verschiedenen Bauern in einem kleinen Dorf zur besser Nutzung neu verteilt. Sie maßen Grundstücke und verteilten sie effektiv neu unter den Grundbesitzern. Jeder hatte so am Ende wieder eine gleich große Bestellfläche, nur effektiver zusammenhängend. Danach besuchten wir einen Stand, wo wir unsere Körpergröße messen lassen konnten: Die Geodäten an diesem Stand hatten ein Gerät entwickelt, womit man die Höhe vom Boden bis zum Messpunkt des Messgeräts messen kann. Jeder aus meiner Gruppe durfte sich einmal darunter stellen und sich messen lassen. Bei mir kam 1,68 m raus, obwohl ich mir sicher bin, dass ich min. 1,70 m groß bin… Bei der darauffolgenden Station ging es darum, Messwerte wiederzugeben. Der Mann am Messestand erklärte, dass sie ein Gerät entwickelt haben, das die Entfernung zu Gegenständen in der Umgebung bis zu einer Entfernung von 25 m messen kann, wobei alle 5 mm ein neuer Messpunkt aufgenommen wird. Dies sei wichtig, da sie somit ein sehr reales 3D-Modell der Baustelle erstellen und so besser ein Bauprojekt (z.B. Umbau der Gleisanlagen an einem Bahnhof) planen und konstruieren können. An der letzten Station wurde eine Karten-App vorgestellt, die laut der Person, die uns über die Messe führte, ein bisschen wie Wikipedia funktionieren würde. Als Nutzen kann man Kommentare hinterlassen oder die Karte verändern (d.h. Informationen hinzugeben, wie z.B. die Anzahl der Stockwerke, Öffnungszeiten des Geschäftes, Baustellen etc.).

Danach durften wir uns noch ein bisschen in der Halle umschauen. Meine Freundinnen und ich entdeckten einen Fahrsimulator (man steuerte ein Auto mit einem Kontroller). Am Ende fanden wir es witziger, meiner Freundin zuzuschauen als es selber zu probieren.

Die nette Frau hielt am Ende noch eine Rede darüber, dass wir jungen Leute der Nachwuchs von morgen bei den Geologen seien, hohe Aufstiegschancen hätten und nicht schlecht verdienen würden. Danach gingen wir noch in die Halle unter Halle 12.1. In dieser Halle befanden sich jedoch zum größten Teil Drohnen. Daraufhin war die Exkursion auch schon zu Ende.

Wenn man am Ende seiner Arbeit keine Lust mehr hat, als Vermessungstechniker zuarbeiten, kann man auch Polizist werden, denn Autofahrer fahren grundsätzlich langsamer, wenn sie einen Vermessungstechniker zusammen mit einem „Blitzer“ (Theodoliten) sehen.

Text: Anouk Niederberger

Am 18.10.2018 war ich mit meiner Klasse, der 9g, auf der INTERGEO in Frankfurt, einer Fachmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. In Begleitung von unserem Physiklehrer wurden wir in drei Gruppen von teils Studenten der oben genannten Fachbereiche durch die Stände, der verschiedenen Unternehmen geführt. Wir wurden über die Ausbildungs- und späteren Studienmöglichkeiten aufgeklärt. An den verschiedenen Ständen wurden uns dann Kurzfilme gezeigt oder erklärt, zu welchen Themenbereichen gearbeitet und wie dabei vorgegangen wird. Einem Großteil der Klasse, mich mit einbeschlossen, hat der Leica-Stand für Landvermessung am besten gefallen, weil man dort auch selbst interagieren konnte.

Als Fazit kann ich sagen, dass es ein informativer und interessanter Ausflug war, den ich nur weiterempfehlen kann.

Text: Patrick Skoko

Fotos: Christoph Maitzen

Herzlichen Glückwunsch!

Daniel Kopisitkiy erreichte den 2. Preis des Bundesfinales der deutschen Mathematik-Olympiade für die Klassenstufe 10. Von A. Lorz, dem hessischen Kultusminister, erhielt Daniel hierzu eine schriftliche Gratulation, die ihm im Rahmen der Gesamtkonferenz vom 23.10.2018 überreicht wurde. Das Kollegium der Ziehenschule gratuliert Daniel zu der besonderen Leistung! 

Text: Marc Blindow-Klinghammer, Ilse Marx; Fotos: Thuy Ly (31.10.2018)

Physik in der Kriminalistik

Der NaWi9-Kurs informiert sich umfänglich

Die renommierte Expertin für Blutspurenanalyse Dr. Silke Brodbeck (Blutspureninstitut in Usingen) war an der Ziehenschule zu Gast beim Wahlpflichtkurs Naturwissenschaften 9 mit dem Halbjahresschwerpunkt „Physik in der Kriminalistik“. Auch diesmal referierte Frau Brodbeck zum Thema Blut und deren Besonderheiten. Besonders ist, dass Blut für eine Vielzahl von zentralen Prozessen (u.a. Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, Abtransport von CO2, Abwehr des Körpers gegen körperfremde Stoffe, Wundverschließung) im menschlichen Körper verantwortlich ist und es künstlich nicht herstellbar ist. Deswegen sind Blutspenden für eine Reihe von Operationen unabdingbar.

Im Laufe des Vortrags wurde von Frau Brodbeck anschaulich durch Fotos und Filmaufnahmen mit hochauflösenden Kameras dargestellt, wie Blutspuren aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Blutes interpretiert werden können.

Zwei Schultage später ging es für den Wahlpflichtkurs Naturwissenschaften 9 auf Verbrecherjagt zum Schülerlabor „Kriminalistik“ des Fachbereichs Physik der Frankfurter Universität. Am Beispiel eines fiktiven Mordfalls haben die Schülerinnen und Schüler an fünf Stationen, die am Tatort gefundenen Spuren analysiert und ausgewertet:

  • Fingerabdruck sichern und mit Fingerabdrücken in einer Datei abgleichen,
  • eine gefundene Patronenhülse identifizieren,
  • einen Fußabdruck sichern,
  • Blutnachweis am Tatort,
  • Schussposition rekonstruieren.

An jeder Station haben die Lernenden zuerst die in den Untersuchungen genutzte Physik (u.a. Optik, Mechanik, Elektrostatik) in Experimenten unter Anleitung kennengelernt und anschließend für die kriminaltechnische Untersuchung genutzt. Die Kombination der gewonnenen Erkenntnisse hat an Ende dazu geführt, dass der Täter identifiziert werden konnte.

Mit den gewonnen Kenntnissen werden sich die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Schulhalbjahres in verschiedene physikalische Themengebiete einarbeiten und anschließend zu ihrem Thema referieren.

Text und Fotos: Christoph Maitzen (31.8.2018)

Wissenschaftstag 2018

Hochschullehrer zu Gast an der Ziehenschule

Im Rahmen der Themenwoche fand am Mittwoch vor den Sommerferien der Wissenschaftstag für die Qualifikationsphase 2  statt. Hierzu kamen vier Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt an die Ziehenschule, um den Schülerinnen und Schülern den aktuellen Stand der Forschung näherzubringen.

In einer Plenumsveranstaltung in der Aula stellte Herr Dr. Axel Kohler mit seinem Vortrag   - Wissenschaftliches Denken in Zeiten von Fake News, Trump und Co – die grundlegenden Prinzipien von wissenschaftlicher Arbeit dar.

Im Anschluss an die Plenumsveranstaltung konnten die Schülerinnen und Schüler nach ihren eigenen Interessensschwerpunkt einen von drei parallel stattfindenden Vorträgen wählen.

Privatdozent Dr. Christian Kell präsentierte den Schülerinnen und Schülern in seinem Vortrag - Sprechen, Sprache, Spracherwerb – die Erkenntnisse in der  neuronalen Sprachforschung. Dabei erzählte er aus seinem Alltag aus der Uniklinik und demonstrierte anhand von Videos die Vorgehensweise zur Ortung des Sprachzentrums bei Operationen am offenen Gehirn bei der Behandlung von Tumoren.

- Neutronensterne und Quarks -Astrophysik in der Grundlagenforschung –hieß das Thema, das Herr Prof. Dr. J. Schaffner-Bielich vom Institut für Theoretische Physik vorstellte. Die Schülerinnen und Schülern erhielten einen Einblick in die ersten Sekunden nach dem Urknall und die dabei entstandene Vielfalt von Elementarteilchen.

Herr Prof. Dr. Leo Peichl stellte den Schülerinnen und Schülern mit seinem Vortrag - Unterschiedliche Blicke in die Welt: Wie Säugetiere Farben sehen – vor, wie sich Säugetiere aufgrund ihrer Lebensräume entsprechend derer Herausforderungen angepasst und weiterentwickelt haben.

Die Schülerinnen und Schüler blicken auf einen kurzweiligen und erkenntnisreichen Tag zurück. Ein großer Dank gilt Herrn Rainer Gläsel, der gemeinsam mit Herrn Löffler diesen Tag im Rahmen des Projekts Brückenschlagen der Goethe-Universität organisiert hat.

Text und Fotos: Patrick Löffler (Juni 2018)

Astronomie-Projekttag

Nach den Sternen greifen

Am 7. Juni nahmen 26 Schülerinnen und Schüler von 6 MINT-EC-Schulen des Rhein-Main-Gebiets am Astronomie-Projekttag "Nach den Sternen greifen - Entfernungsbestimmung im Raum" erfolgreich an der Ziehenschule teil. 

Dieser Astronomie-Projekttag wurde in bewährter Zusammenarbeit von Ziehenschule, Wöhlerschule und Anna-Schmidt-Schule bereits zum vierten Mal angeboten. Mit Vortrag, in Theorie und in der Praxis erarbeiteten die Oberstufenschülerinnen und -schüler, wie man die Entfernung zu Sternen bestimmt.

Einleitend bekamen wir einen Vortag von Prof. Dr. Bruno Deiss (Wissenschaftlicher Direktor des Physikalischen Vereins) über die aktuelle GAIA-Mission geboten. Anschließend wurde die zu Grunde liegende Messmethode für Schülerinnen und Schüler weiter veranschaulicht und durch praktische Übungen und Messungen unterstützt.

Text: Ines Höhler / Ilse Marx; Bilder: Ilse Marx

Blindenhut-Projekt gewinnt Sonderpreis im Landesentscheid Hessen

Franziska Benzin und Anna-Maria Kötter gewinnen „ARTE Xenius-Sonderpreis für lebendige Wissenschaft“ bei Jugend forscht

Franziska Benzin und Anna-Maria Kötter (E-Phase) entwickelten einen mit Ultraschall-Sensoren ausgestatteten Blindenhut, der es Sehbehinderten ermöglicht, sich in unbekannter Umgebung im Kopfbereich zu orientieren. Dieses Projekt überzeugte beim Landeswettbewerb Jugend forscht die Jury so sehr, dass ARTE einen Fernsehbeitrag über den Blindenhut mit den beiden Teilnehmerinnen drehen wird.

Herzlichen Glückwunsch!

Text: Ines Höhler; Bild: Merck

43 Ziehenschüler-/innen in der 2. Runde des Pangea-Wettbewerbs dabei

Unter den bundesweit besten 500 Schüler-/innen sind knapp 10% Ziehenschüler-/innen

Von 164 Schüler-/innen, die in der ersten Runde des Pangea-Wettbewerbs dabei waren, konnten sich 43 für die zweite Runde der besten 500 bundesweit qualifizieren. Mit dieser Quote von ca. 26% konnten wir das phantastische  Ergebnis von 2017 (22%) nochmals überbieten. 

Besonders zu erwähnen sind die Ergebnisse mit voller Punktzahl von Daniel Kopisitskiy (Stufe 10) und Lili Norz (Klasse 5d). 

Wir gratulieren!

Text: Ines Höhler, Martin Weitzmann; Fotos: Martin Weitzmann