Aktuelles vom Bilingualen Zweig

Deutsch-französische Freundschaft „live“ an der Ziehenschule

Am Dienstag, dem 22.01.2019 war der alljährliche Deutsch-Französische Tag, an dem eine „cinquième“ aus dem Lycée français Victor Hugo, eine 6. Klasse aus der Liebigschule und die 6e der Ziehenschule teilgenommen haben. Begonnen hat der Tag mit einem entspannten Frühstück (und einem Croissant natürlich…) und einigen Reden, unter anderem einer Willkommensrede von Herrn Jürgens. Anschließend haben sich alle Kinder in den verschiedenen Workshops verteilt. Es gab ein Fussball-Atelier, ein Chor-Atelier und 2 Kamishibai-Ateliers. Kamishibai ist eine japanische Form von Erzähltheater. Im Fussball-Atelier gab es erst einmal ein paar Aufwärmübungen in Form von 3 Stationen. Anschließend wurden deutsch-französische Mannschaften gebildet, u.a. „Die Fantas“, „Die wilden Kicker“ und das „Starensemble“. Es fand eine Mini-EM statt und den ersten Platz erreichten „Die Fantas“. Auch im Kamishibai-Atelier wurden gemischte Gruppen gebildet. Diese haben sich jeweils eine Geschichte ausgedacht, und dazu Bilder gemalt, die während der Vorstellung in einem Holzrahmen (jap. „Butai“) präsentiert wurden. Der Chor hat seine Werke am Ende des Tages natürlich auch vorgestellt. Er hat für die Kinder der anderen Gruppen und dem Kollegium das Toys Story-Lied „Du hast einen Freund in mir“ in Deutsch und in Französisch gesungen, um die deutsch-französische Freundschaft darzustellen. Als kleine Zugabe wurde das bekannte Lied „Champs-Élysées“ gesungen, natürlich auch auf beiden Sprachen. Abgeschlossen wurde der Tag noch mit einer Dankesrede an alle, die tatkräftig hierfür ihre freie Zeit investiert haben, und diesen wundervollen Tag organisiert haben. Auch von uns nochmal danke an die so engagierte Mme Genty-Beckers und die ebenso engagierte Frau Zorbach.

Text: Rachel Loewenthal und Tasnim Boutizla (6e); Fotos: Thuy Ly, Eylül Peker (9a), Fahrin Azam (9a) (05.02.2019)

Auch die Frankfurter Rundschau hat über den Deutsch-Französischen Tag an der Ziehenschule berichtet. Lesen Sie den Artikel hier (externer Link).

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Vive la culture!

Der neue Newsletter ist raus

Der neue Newsletter der Kulturinitative Vive La Culture ist raus und kann hier runtergeladen werden (pdf).  

Matthias Frommknecht (28.01.2019)

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Deutsch-Französische Freundschaft

Der französische Abgeordnete Christophe Arend zu Gast an der Ziehenschule

Le Jeudi le 6 décembre le député français Christophe Arend a rendu visite à la Ziehenschule. Il fut accueilli par les élèves des LKs de français de la 10. 11. et 12. Klasse lui ayant posé des questions sur son travail politique. M. Arend a également présenté son travail politique notamment son engagement pour l’amitié franco-allemande et a mis en valeur l’importance de l’UE.

Am Donnerstag, den 06.12., kam der französische Abgeordnete Christophe Arend an die Ziehenschule, um in offener Runde mit Schülern und Schülerinnen der beiden Französischleistungskurse und einigen Schülern der 10. Klasse über seine Arbeit und die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft zu sprechen.

Nachdem die Ziehenschule unter dem besonderen Aspekt der Europaschule vorgestellt wurde, stellte Herr Arend sich kurz vor: Seine berufliche Karriere begann er als Zahnchirurg, doch der zunehmende Einfluss der rechtsextremen Partei FN in seiner Heimatstadt an der Mosel, brachte ihn dazu, 2014 in die Politik einzusteigen. Sein Wunsch ist es, Politik, die den Menschen nahe ist und ihnen zuhört, zu betreiben, so wie es die Bewegung Macrons „En Marche“ versucht.

Die Wichtigkeit der EU und einen weiteren Anreiz, sich politisch zu engagieren, begründet Herr Arend darin, einen Krieg unter Anderem in seiner Heimatstadt und der angrenzenden deutschen Stadt verhindern zu wollen. Wie er an einem persönlichen Beispiel aus seiner Kindheit erläutert, ist das Abschaffen der Grenzen einer der größten Erfolge der EU.

Im französischen Parlament ist er Mitglied der Versammlung für Nachhaltigkeit und Vorsitzender der deutsch-französischen Freundschaftsgruppe. In dieser ist er vielseitig tätig und arbeitet vor allem mit deutschen Kollegen an einem neuen Freundschaftsvertrag der beiden Elyséestaaten, welcher die Gründung eines Parlaments von deutschen und französischen Abgeordneten vorsieht. Um den Erhalt und die Solidarität der EU zu gewährleisten, müsse man mit gutem Beispiel vorangehen und den anderen Mitgliedstaaten „Lust“ auf die EU geben. Nur durch intensive Zusammenarbeit und Unterstützung sei die EU in der Lage ihr vollständiges Potenzial gänzlich zu entfalten und in der Weltpolitik mitzuspielen. Die Länder müssen vor Allem miteinander kommunizieren; Alleingänge wie im Bereich der Immigration und des Terrorismus seien nutzlos.

Was Kooperation und Dialog betreffe, sei die deutsch-französische Freundschaft weit vorangeschritten, es werden zum Beispiel Austausche und bi-nationale Studiengänge angeboten. Auch in den Medien (Arte) wird viel zusammengearbeitet. Doch Arend hat größere Pläne: er möchte solche Projekte auch auf EU-Ebene verwirklichen.

Mit einem gewissen Realismus betrachtet er dennoch die Zukunft der EU. Zwar könne er sich einen europäischen Staat als Ganzes mit verschiedenen „Bundesländern“ vorstellen, doch die Bürger müssen selbst entscheiden: wählen sie gegen die EU, müsse man entsprechende Konsequenzen ziehen und dementsprechend reagieren.

Nach ein paar Fragen von Seiten der Schüler, seine Vision von Europa betreffend, appelliert er an uns als Verteidiger der EU. Wir als Schüler, die eindeutig von der europäischen Union profitieren, können diese verteidigen, natürlich unter der Voraussetzung, wie Arend sagt, dass Politiker, wie er, ihre Arbeit gut machen. Trotz Allem rät er uns, Kontakte zu knüpfen und uns mit anderen jungen Menschen auszutauschen, um für ein gewisses Maß an Solidarität in unserer Generation zu sorgen. In Bezug auf ältere Generation können wir uns mit ihrer Hilfe bewusst machen, wie das Leben vor der EU war, um dafür zu sorgen, dass sich diese Verhältnisse und vor Allem der Krieg nicht wiederholen.

Zum Abschluss gab er uns sogar noch seine Email-Adresse, falls uns noch Fragen oder Ideen einfallen. Alles in allem war es eine sehr schöne und interessante Erfahrung, sich so offen und locker mit einem Politiker austauschen zu können. Die Verdeutlichung der Bedeutung und Fortschritte der europäischen Union zeigt uns, welche Rolle wir als Generation haben, insbesondere bezogen auf die drohende Gefahr des Populismus.

Text: Charlotte Schäfers, Louis Matthay, Fleur Wörner; Bilder: Yuri Hussain (11.12.2018)

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Klasse 8e auf Austauschfahrt nach Lyon 2018

Vom 5. bis zum 16. November 2018 waren alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 8e, die sich für den billingualen Zweig entschieden haben, gemeinsam mit Herrn Hussain auf Austausch in Lyon. Die erste Woche wurden sie von Frau Lüthgen und die zweite von Frau Puybarraud begleitet.

Die Zeit in Frankreich haben die Ziehenschüler in Gastfamilien verbracht, welche sich größtenteils gut untereinander verstanden haben. Die Jugendlichen hatten so die Möglichkeit, mal das Leben beziehungsweise die Gewohnheiten einer anderen Familie kennenzulernen. Vor allem aber konnten sie ihre Französischkenntnisse verbessern.

Fast zwei Wochen hatten die Jugendlichen die Chance, Lyon zu erkunden. Sie haben unter anderem bekannte Orte wie den Place Bellecour, die Rue de la Republique oder die Cathedrale St. Jean gesehen. Auch haben die Jugendlichen eine französische chocolaterie besucht. Außerdem durften die SchülerInnen einen Blick in das hôtel de ville (Rathaus) werfen, welches eigentlich nicht von Touristen besucht werden kann. Eine Führerin hat den deutschen Austauschschülern vieles gezeigt und am Ende gab es einen offiziellen Empfang mit einer Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken.

Abschließend kann man sagen, dass sowohl die Schüler, als auch die Lehrer eine schöne Zeit in Lyon hatten. Sie haben viele neue Eindrücke gewonnen und werden diese Reise ganz sicher nicht so schnell vergessen.

Ein großer Dank geht an Herrn Hussain der den ganzen Austausch geplant und organisiert hat und an Frau Lüthgen und Frau Puybarraud, denn ohne sie wäre eine Reise auch nicht möglich gewesen.

Bilder:
1. Die Schülerinnen und Schüler vor Louis XIV auf dem Place Bellecour.
2. Dankesrede für den Empfang im Hôtel de ville -  en francais ;)
3. Zu Besuch in einer chocolaterie.
4. Französische und deutsche Schüler im hôtel de ville. 

Text: Rebecca Bock, David Lindner, David Lerchner; Fotos: Yuri Hussain (10.12.2018)

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Austausch nach Lyon 2017

Der diesjährige Austausch der achten Klasse (8f) nach Lyon fand vom 25.09.2017 bis 05.10.2017 statt. Wir wohnten zehn Tage lang bei unseren französischen Austauschschülern und hatten die Chance, den französischen Alltag kennenzulernen. Im Frühjahr des nächsten Jahres werden die Franzosen zu uns kommen. Am Tag der Fahrt nach Lyon waren wir alle sehr aufgeregt. Leider konnten wir nicht direkt nach Lyon fahren, da die Zugstrecke gesperrt war. Am Bahnhof wurden wir von unseren Austauschfamilien abgeholt. In Lyon machten wir sehr viele Ausflüge, beispielsweise zu der beeindruckenden Basilika „ Notre Dame de Fourvière“, zu einer Schokoladenmanufaktur oder zu den großen „Parc de la Tête d´Or“. Auch den „Vieux Lyon“ und seine schönen Gebäude und Gassen besichtigten wir. Ein besonderes Ausflugsziel war das Rathaus von Lyon, in dem wir offiziell empfangen wurden. Den französischen Unterricht des collège Jean Perrin schauten wir uns auch an. Wir konnten viele Unterschiede zwischen dem deutschen und dem französischen Schulsystem feststellen. Einerseits dauern die Schulstunden 55 Minuten und bei uns nur 45 Minuten. Außerdem dauert der Unterricht täglich von 8 Uhr bis 16 Uhr bzw. 17 Uhr, was deutlich länger ist als in unserer Schule. Darüber hinaus wird streng kontrolliert, wer die Schule betritt. Eine solche Kontrolle gibt es bei uns nicht. Die Lehrer sind zudem strenger als bei uns. Die Abende und das Wochenende verbrachten wir in den Familien. Wir waren alle sehr zufrieden und verstanden uns sehr gut mit den Austauschschülern. Natürlich war es nicht einfach, sich ausschließlich auf Französisch zu verständigen, aber wir konnten dadurch einiges lernen. Die Reise nach Lyon gefiel uns allen sehr gut und wir denken, dass es eine wichtige Erfahrung war.

La visite à Lyon nous a beaucoup plu parce que nous avons pu découvrir la vie quotidienne française et nous avons trouvé beaucoup de nouveaux copains.

Text und Fotos: Charlotte und Lotte für die 8f

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Besuch des französischen Jugendfilmfestivals

Berichte über die Cinéfête 18: „Mein Leben als Zucchini“

Am 9. November waren wir mit der Klasse im Kino und haben den Film „Ma vie de courgette“ gesehen. Der Film handelt von einem Jungen, der ins Waisenheim gebracht wird, nachdem seine Mutter bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Dort will er nur „Zucchini“ genannt werden, weil ihn seine Mutter immer so genannt hat. Einige Zeit später kommt ein neues Mädchen in das Waisenheim. Das Mädchen heißt Camille und Zucchini verliebt sich sofort in sie. Im Waisenheim wird er oft von dem Polizisten besucht, der den Unfall seiner Mutter untersucht hat. Zucchini malt immer Bilder über sein Leben im Waisenheim für ihn. Am Ende werden Zucchini und Camille von dem Polizisten adoptiert. Dank des Untertitels konnten auch diejenigen, die nicht fließend Französisch sprechen, den ganzen Film verstehen.
Samuel Fischer, 6d

Unsere Klasse, die 5e, hat am 10. November 2017 das französische Jugendfilmfestival „Cinéfête 18“ besucht. Unser Film hieß „Ma vie de Courgette“ und lief in Originalsprache mit deutschen Untertiteln. Er widmet sich dem kleinen Jungen namens Icare oder auch Courgette (= Zucchini) genannt. Als seine Mutter stirbt, fühlt sich Courgette ganz alleine auf der Welt. Das ändert sich, als er im Kinderheim die anderen Kinder kennenlernt. Das sind: Simon, Ahmed, Jujube, Alice, Béatrice und Camille. Besonders das Mädchen Camille wächst im ans Herz und gemeinsam erleben sie einige Abenteuer. Am Ende werden beide von einem Polizisten adoptiert. Uns hat der außergewöhnliche Film gefallen. Er war berührend, traurig aber auch lustig.
Lana Kovac, 5e

Fotos: Alice Genty-Beckers

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Praktikumsaustausch 2016

Dans le cadre de l’échange en coopération avec le Lycée d’Enseignement Général et Technologique Bartholdi, les élèves de la Ziehenschule ont effectué un stage d’observation à Colmar. L’échange a commencé samedi le 23 janvier 2016 où les allemands ont fait connaissance de leurs familles d’accueil pour la première fois. Après avoir passé le week-end chez les familles françaises, les élèves allemands ont eu la possibilité de visiter la petite ville très jolie de Colmar. Le stage commençait le lendemain pendant lequel les élèves de la Ziehenschule ont fait plein d’expériences par rapport aux travaux et au monde du travail en France en général. Le stage en France nous a permis de devenir plus autonome et d’avoir vu comment ça se passe en travaillant au quotidien en France. Les allemands ont tous fait des efforts de langue car ils étaient obligés d’utiliser leurs connaissances du français pour communiquer avec les français ce qui a évidemment aide d’apprendre la langue un peu plus. Les correspondants vont se revoir bientôt - le 27 février 2016 - et ils resteront jusqu’au 12 mars 2016.

Text und Bilder: Moritz Busch et Melisa Lukač (01.04.2016)

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Échange avec Mérignac

Text und Bilder: Unbekannt (Juni 2015)

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Interview mit einem Zeitzeugen

Am Freitag nach den Ferien hatten wir, die Schüler des Leistungskurses Französisch der Stufe 11 unter Leitung von Frau Mercker und Herrn Schleif, die Möglichkeit, an der französischen Schule „Lycée Victor Hugo“ einen Zeitzeugen eines gegen Kriegsende stattgefundenen Nazi-Massakers zu treffen. Da dieses Thema immer wieder zum Zentrum des Geschichtsunterrichts an der Ziehenschule gehört und speziell im nächsten Halbjahr wieder wichtig wird, war es eine ideale Gelegenheit, uns Schüler die Aspekte des Naziregimes nacherleben zu lassen. Nach einer relativ langen Fahrt mit der U-Bahn kamen wir an der Schule an, die uns direkt durch ihre Modernität und einen netten Empfang auffiel. Der Saal, in dem das Interview stattfand, war ebenso modern und obwohl der mittlerweile 89-jährige Zeitzeuge sehr leise sprach, konnten wir ihn sehr gut verstehen. Auch war das Ereignis ein gutes Training für unser Französisch, denn Robert Hébras stammt aus dem südlichen Frankreich und spricht kein Deutsch. Das Massaker, das Herr Hébras miterlebt hat, fand am 10. Juni 1944, also vier Tage nach dem „Débarquement“ der Alliierten in der Normandie, in dem Dorf Oradour-sur-Glane statt. Mitglieder der 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ töteten hier auf bestialische Weise 642 Dorfbewohner. Ihre typische Vorgehensweise hatte die Panzer-Division zuvor bei ihren Einsätzen an der Ostfront perfektioniert.

Robert Hébras wirkte auf den ersten Blick eher körperlich fit und hatte einen freundlichen Gesichtsausdruck, sodass wir uns wunderten, wie jemand, der einen Großteil seiner Familie verloren hat, einen so zufriedenen Eindruck machen kann. Aber auf Nachfragen hin erklärte er uns, er habe gelernt, den Deutschen und der Menschheit für die schlimmen Taten in der Zeit des Naziregimes zu verzeihen. Den Mördern seiner Schwestern und seiner Mutter könne er jedoch nicht verzeihen. Je mehr wir über die Umstände dieses Massakers durch unsere Fragen wissen wollten, desto verbitterter wurde Herr Hébras. Doch nicht nur das Ereignis vom Juni ´44 interessierte uns. Wir fragten ihn viel über seine Lebensumstände nach dem Massaker, über seinen Glauben an Gott und an die Menschen. Herr Hébras begegnete uns als gezeichneter aber nicht als verzweifelter Mann. Nach dem Tod einer der nur 6 Überlebenden vor dreißig Jahren beschloss er, das an den Bewohnern seines Dorfes verübte Kriegsverbrechen in das Bewusstsein der betroffenen Nationen, d.h. Frankreichs und Deutschlands, zu bringen. Das Interview, bei dem wir mitwirken durften, ist nur ein kleiner Teil des Verdienstes, den dieser Zeitzeuge zur Erinnerung, Aufklärung und Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland leistet und geleistet hat. Jeder von uns war über verschiedene Aspekte dieses Interviews nachdenklich geworden, aber wir stimmten alle in dem Punkt überein, dass wir ein Vorbild und einen besonderen Mann getroffen hatten, der uns viel mehr die Nazi-Zeit näher gebracht hatte, als es Lehrbücher können. Das Zeitzeugeninterview war nicht nur besonders, weil zwei verschiedene Generationen, Sprachen und Kulturen aufeinander getroffen sind. Es war auch besonders, weil Herr Hébras uns Schüler durch seine Schilderung und seine Person einen Teil der deutschen Geschichte, an die man sich erinnern muss, miterleben ließ. Wir machten die Erfahrung, dass die in der Schule gelernten Fakten durch eine solche direkte Begegnung besser nachvollziehbar sind.

Text: Jan Philipp Hahn (20.04.2015)

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Betriebspraktikum in Bordeaux

Erst mal die Stadt  und unsere corres kennenlernen…

Vom 22.Januar bis zum 7.Februar, also fast drei Wochen, war unser 10er AbiBac-Kurs in Bordeaux. Unsere Austauschpartner dort ist die AbiBac-Klasse der 2nde des Lycée Pape Clément in Pessac. Die meisten von uns haben in den Familien unserer Austauschpartner gewohnt, diese haben uns auch den Praktikumsplatz, meist entsprechend unseren Wünschen, gesucht. In den ersten Tagen konnten wir unsere Partner, die Schule und die Familien kennenlernen, dann waren wir zwei komplette Wochen im Praktikum, und abschließend haben wir Kulturelles gemacht und erlebt.

Es gab viele tolle, spannende, lustige und interessante Tage mit verschiedenen Aktivitäten. Wir haben alle zusammen Bordeaux besichtigt und viel über die Stadt erfahren. Wir haben jedoch keine der üblichen Führungen gemacht, sondern sind mit unseren Austauschpartnern zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gelaufen, die sie uns dann kurz vorgestellt haben. An einem Nachmittag sind wir nach dem Praktikum  alle zusammen beim Bowling gewesen, was uns großen Spaß gemacht hat, außerdem haben wir uns da als Klassen besser kennengelernt.

Betriebe kennenlernen und darin arbeiten!

Unsere Hauptbeschäftigung war natürlich das Praktikum. Wir waren u.a. in Bäckereien, Schulen, Kindergärten, Rathäusern, Blumenläden, einer Schokolaterie usw. Ich persönlich war in einer Bäckerei, und das war ein tolles Erlebnis. Die Mitarbeiter waren freundlich und haben mir immer geholfen, sogar die Kunden, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Eine Spezialität der Bäckerei war die Herstellung von dunklen Brotsorten, Bauernbrot usw., wie man es sonst nur in Deutschland findet.

Wir haben nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessert, sondern auch neue Freunde gefunden. Ein Theaterstück haben wir während des Praktikums zusammen besucht. Unsere freie Zeit haben wir meist mit unseren Austauschpartnern verbracht.

Wer war Jean Moulin?

An den letzten beiden freien Tagen, wurde uns  zunächst ein „Château“, das bedeutet in der Region natürlich: ein großes altes Weingut, gezeigt.

Am Nachmittag haben wir dann im Stadtzentrum das Musée Jean Moulin besichtigt – Jean Moulin war ein wichtiger Politiker, der für de Gaulle in Frankreich den Widerstand gegen die deutsche Besatzung organisiert hat, dann aber gefangengenommen und nach der Folter durch die SS gestorben ist - in Frankreich ist er noch heute ein Nationalheld. Hier konnten wir viel über das Leben der Franzosen während des zweiten Weltkriegs unter der deutschen Besatzung, über die Verfolgung der Juden und Widerstandskämpfer erfahren.

Auch Theater haben wir gespielt! 

Am letzten Tag haben wir dann unter Anleitung eines deutsch-französischen Theatermachers  in kleinen gemischten Gruppen Briefe und Postkarten deutscher und französischer Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg gelesen und besprochen, dann überlegt, an wen sie adressiert waren, manchmal auch einen Brief als Antwort ausgedacht. Vor allem haben wir uns davon ausgehend oder dazu passend, uns Situationen und Szenen überlegt, Texte der beteiligten Personen erarbeitet, dann inszeniert und ausprobiert – in beiden Sprachen, und sie dann auf der Bühne im Theater allen anderen im Zuschauerraum vorgespielt. Die corres haben meistens deutsch gesprochen und wir meist französisch. Das hat allen nicht nur Spaß gemacht, wir haben dabei auch ganz verschiedene Dinge gelernt. Meistens wurde auch die mittlerweile für selbstverständlich angesehene Freundschaft und die Solidarität zwischen den beiden Ländern angesprochen und theatralisch umgesetzt. Manchen von uns kam dabei natürlich zugute, dass sie Darstellendes Spiel machen.

Le départ

Am Mittwoch, dem 11. Februar haben wir dann Bordeaux und unsere neuen Freunde traurig verlassen – wir wussten jedoch, dass wir sie in gut drei Monaten wiedersehen würden – diesmal bei uns in Frankfurt. Jetzt müssen wir für sie möglichst gute Praktikumsplätze finden und überlegen, was wir mit ihnen unternehmen, um ihnen den Aufenthalt in Frankfurt interessant und angenehm zu gestalten!

Text: Clara, Nina und Antonia (April 2015)

Mon stage dans une boulangerie-patisserie 

Moi, j’ai fait mon stage dans une boulangerie-pâtisserie à Mérignac, une commune dans la banlieue de Bordeaux qu’on peut comparer à Eschersheim et sa place dans la ville de Francfort.

Ma journée commençait très tôt, à 7 h 00, mais elle finissait déjà à 13 h 00. Mes tâches étaient surtout de sucrer des crêpes, de faire des sandwichs, d’aider à préparer des pâtes et de décorer des gâteaux.

Mon patron et ses employés m’ont traitée très bien, et je me suis sentie bien intégrée dès le début. Même quand il y avait des tâches que je ne comprenais pas tout de suite, ce n’était pas un problème de demander – ils m’ont tout expliqué avec beaucoup de patience. J’étais donc très contente de mon stage.

Text: Samantha (April 2015)

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