Physik an der Ziehenschule

Physik wird an der Ziehenschule in der Sekundarstufe I in den Jahrgangsstufen 7, 8, 9 und 10 unterrichtet. Zusätzlich können interessierte Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wahlpflichtkurses NaWi in den Jahrgangsstufen 9 und 10 zusätzlichen physikalischen Unterricht erhalten.

In der Oberstufe können die Schülerinnen und Schüler Physik sowohl als Grundkurs als auch als Leistungskurs wählen. Durch einen Vorleistungskurs in der Einführungsphase werden die Schülerinnen und Schüler besonders intensiv auf einen Leitungskurs vorbereitet.  

Sollten Sie weitere Fragen zum Physik-Unterricht haben, steht Ihnen Fachsprecher Harald Flörke mit seiner gesamten Fachschaft gerne zur Verfügung.

Berichte aus dem Fach

Besuch in der kriminaltechnischen Lehrmittelsammlung des Polizeipräsidiums Frankfurt

Der Wahlpflichtkurs Naturwissenschaften 9 mit dem Halbjahresschwerpunkt „Physik in der Kriminalistik“ von Herrn Maitzen besuchte die kriminaltechnische Lehrmittelsammlung des Polizeipräsidiums Frankfurt.

Von einem ehemaligen Polizisten und Augenzeuge einiger ausgestellter Kriminalfälle wurde die Lerngruppe durch die Sammlung geführt. Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts „Physik in der Kriminalistik“ erstellen die Schülerinnen und Schüler Referate zu selbstgewählten Themen. Vor Ort nutzten die Lernenden die Gelegenheit und erkundigten sich zu verschiedenen Aspekten ihrer Referatsthemen und sammelten Informationen.

Text und Fotos: Christoph Maitzen

Besuch der EXPERIMINTA in Jahrgangsstufe 8

Eine Klasse 8 besuchte zum Thema Optik den außerschulischen Lernort EXPERIMINTA in Frankfurt. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten in Kleingruppen ausgewählte Experimente zum Thema Optik. Im Vordergrund steht das Experiment. Während des Experimentierens soll beobachtet werden, was geschieht. Diese Beobachtung und mögliche Erklärungen für das Beobachtete werden von den Lernenden dokumentiert. Die Aufzeichnungen werden in den folgenden Physikstunden ausgewertet.

Fotos: Christoph Maitzen

Expertin Silke Brodbeck referiert über Eigenschaften und Besonderheiten der Flüssigkeit Blut

Dr. Silke Brodbeck vom Institut für Blutspuren aus Usingen war zu Gast beim Wahlpflichtkurs Naturwissenschaften 9/10 mit dem Halbjahresschwerpunkt „Physik in der Kriminalistik“. Frau Brodbeck ist Expertin für die Analyse von Blutspuren an Tatorten. Im Mittelpunkt ihres Vortrages stand die faszinierende Flüssigkeit Blut. Blut ist im menschlichen Körper für eine Vielzahl von Prozessen verantwortlich: Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, Abtransport von CO2, Wärmeregulation, Abwehr des Körpers gegen körperfremde Stoffe, Wundverschließung u.v.m.

Die besondere Eigenschaft des Blutes bei der Wundverschließung ist darauf zurückzuführen, dass Blut eine nichtnewtonsche Flüssigkeit ist. Blut hat anders als Wasser (newtonsche Flüssigkeit) eine veränderliche Viskosität, d.h. eine veränderliche Zähigkeit. Unter großem Druck ist Blut dünnflüssiger und kann durch die kleinsten Äderchen fließen. Unter niedrigem Druck – wie bei einer offenen Wunde – wird Blut zähflüssiger. Die Viskosität hat erstmals Isaac Newton (1643 – 1727) mathematisch beschrieben, daher der Name Newtonsche Flüssigkeit.

Ein anschauliches Beispiel für eine nichtnewtonsche Flüssigkeit ist ein Gemisch aus Stärke und Wasser. Wirkt eine Kraft auf diese Mischung, zum Beispiel durch Stochern mit dem Finger oder durch Zusammendrücken der Mischung, dann führt dies dazu, dass sich die Mischung eher wie ein Feststoff verhält. Langsames oder sanftes Einwirkung, zum Beispiel das ruhige Einführen eines Fingers in die Mischung, belassen die Mischung im flüssigen Zustand.

Ketchup ist ein alltägliches Bespiel für eine nichtnewtonsche Flüssigkeit. Ketchup fließt langsam aus der Flasche, wenn man diese ruhig hält. Wird die Ketchupflasche jedoch kräftig geschüttelt, so rührt sich der Ketchup kaum.

Fotos: Oberes Bild: Patrick Skoko, unteres Bild: Christoph Maitzen; Text: Christoph Maitzen

Ziehenschülerinnen und -schüler auf Verbrecherjagt an der Goethe-Uni

Der Wahlpflichtkurs Naturwissenschaften 9/10 mit dem Halbjahresschwerpunkt „Physik in der Kriminalistik“ von Herrn Maitzen besuchte das Schülerlabor „Kriminalistik“ des Fachbereichs Physik der Frankfurter Universität.

Am Beispiel eines fiktiven Falls „Mord im Museum“ haben die Schülerinnen und Schüler des NaWi-Kurses an fünf Stationen, die am Tatort gefundenen Spuren analysiert und ausgewertet:

  • Fingerabdruck sichern und mit Fingerabdrücken in einer Datei abgleichen,
  • eine gefundene Patronenhülse identifizieren,
  • einen Fußabdruck sichern,
  • Blutnachweis am Tatort,
  • Schussposition rekonstruieren.

An jeder Station haben die Schülerinnen und Schüler zuerst die in den Untersuchungen genutzte Physik in Experimenten unter Anleitung kennengelernt. Es wurden physikalische Grundlagen aus den Bereichen Optik, Mechanik, Elektrostatik, Atomphysik und Elektronik erarbeitet. Anschließend wurde die kriminaltechnische Untersuchung durchgeführt. Die dabei gewonnenen Ergebnisse und Erkenntnisse wurden dokumentiert.

Am Schluss wurden die Erkenntnisse miteinander kombiniert, um den Täterkreis einzuschränken und den Täter zu überführen.

Text und Fotos: Christoph Maitzen