Musik

Das Fach Musik hat an der Ziehenschule einen besonderen Stellenwert, der 2018 mit dem Siegel „Schule mit besonderer musikalischer Förderung“ gewürdigt wurde. Neben dem regulären Musikunterricht wird unsere vielfältige musikalische Arbeit darin deutlich, dass gut ein Drittel der Schülerschaft in einer oder mehreren der 10 verschiedenen musikalischen AGs musiziert: es gibt an der Ziehenschule 3 Chöre, 2 Orchester, 3 Brass Bands, die Big Band und die Straßenmusik AG. So bieten wir die Möglichkeit zum praktischen Musizieren für unterschiedliche Altersgruppen, Niveaus und Stilrichtungen an.

Da uns das praktische Musikzieren wichtig ist, lernen alle Kinder der Klassen 5 und 6 das Blockflötenspiel. Neben dem Kerncurriculum haben wir einen eigenes Schulcurriculum, das unsere musikalische Arbeit sinnvoll ergänzt.

Jedes Jahr finden an der Ziehenschule vier Schulkonzerte statt, in denen die musikalischen AGs die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren. Um eine intensive musikalische Weiterentwicklung zu ermöglichen, fahren viele Ensembles jährlich auf eine Probenfahrt bzw. halten intensive ganztägige Probentage ab.

Unsere Instrumental-AGs profitieren sehr von der großen Anzahl an Leihinstrumenten, die an Anfänger gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden können und so den Einstieg ins Instrumentalspiel erleichtern. Darüber hinaus kooperieren wir mit privaten Instrumentallehrern, die nachmittags in den Räumen der Ziehenschule qualitativ hochwertigen Instrumentalunterricht anbieten (Orchesterinstrumente).

Stand: 26.2.2019

Berichte

Zeitzeugenbericht

Prof. Heinz Jung vom Abiturjahrgang 1946 der Ziehenschule berichtet von seiner Jugend und musikalischen Sozialisation im Nationalsozialismus

Ein besonderer Besuch im Musikunterricht der Klasse 10d bei Herrn Glaßner: Prof. Heinz Jung, Abiturient der Ziehenschule (Abiturjahrgang 1946) und emeritierter Professor für Musikdidaktik an der Frankfurter Hochschule für Musik und darstellende Kunst, hat am 6. Mai mit der 10d einen Thementag zum Thema „Jugend und musikalische Sozialisation im Nationalsozialismus“ durchgeführt. Erinnerungen und Erlebnisberichte aus erster Hand, Musik- und Filmausschnitte haben die Klasse fünf Schulstunden lang in Atem gehalten. Der Thementag wurde auch im Geschichtsunterricht bei Herrn Becker vorbereitet.

Die Schülerinnen und Schüler der 10d waren beeindruckt: „Mich hat der vergangene Tag sehr mitgenommen. Für mich war das Treffen mit dem Zeitzeugen sehr emotional.“ – „Unvergleichliches Erlebnis.“ – „Die Informationen, die uns an diesem Projekttag vermittelt wurden, waren sowohl spannend, fesselnd als auch erschütternd.“ – „Ich fand es beeindruckend, dass Herr Jung sich sehr detailreich an einzelne Erlebnisse erinnern konnte.“ – „Meiner Meinung nach war der Tag sehr wichtig und interessant, da die Geschichte dieses Landes uns helfen kann, eine bessere Zukunft zu gestalten.“

Text und Fotos: Peter Glaßner, Klasse 10d (21.05.2019)

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Kammermusikabend in der Ziehenschule

Am 09.05.2019 fand in der gut besuchten Aula der Ziehenschule der Kammermusikabend statt. Den Zuhörern bot sich ein äußerst abwechslungsreiches und vielfältiges Programm unterschiedlicher Stilrichtungen und Genres, dargeboten in sehr verschiedenen Besetzungen von Solo bis Blechbläserensemble. Insgesamt musizierten über 40 Schülerinnen und Schüler, darunter auch zum ersten Mal öffentlich die Brass Band der Klassen 5. Vielen Dank an dieser Stelle auch besonders an Herrn Glaßner, der einen Großteil der Musici auf dem Klavier begleitete!

Text: Kathrin Grabner; Fotos: Michael Eckert (18.5.2019)

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Konzertbesuch in der Alten Oper

Am Donnerstag, dem 14.02.2019 besuchten die Schülerinnen aus den Klassen 5b und 6b, begleitet von Frau Grabner, Frau Stegmüller, Frau Balthes und Herrn Hirsch und ein Konzert in der Alten Oper. „Rhapsody in Concert“ – so heißt das Format für junge Konzertbesucher, das speziell für 10- bis 14-jährige Jugendliche zugeschnitten ist.

An diesem Abend wurde ein abwechslungsreiches Programm mit hochkarätigen Künstlern geboten: unter anderem erklang Mozarts Vogelfängerarie des Papageno, die zweite Rhapsody für Klavier von Johannes Brahms oder auch die berühmte Badinerie von J. S. Bach. Ganz andere Klangeindrücke konnten die Zuhörer beim „Signum“ Saxophonquartett bekommen sowie bei der Gruppe „Spark“, die bekannt für ihre Grenzgänge zwischen Klassik, Jazz und Popmusik ist. Ein besonderes Highlight war sicherlich der Auftritt des Hornisten Felix Klieser, der durch außergewöhnliche Klangvielfalt mit Beethovens Hornsonate begeisterte.

Text und Bild: Kathrin Grabner (19.2.2019)

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Felix Klieser

Der Hornist und Echo-Klassik-Star exklusiv an der Ziehenschule

Am Freitag, den 15.02.2019 fand im Musiksaal der Ziehenschule ein Begegnungskonzert der Initiative Rhapsody in School (externer Link) mit dem Hornisten Felix Klieser (externer Link) und der Klasse 5c sowie dem Deutsch-Leistungskurs Q2 statt.

Christoph Gotthard, Fachberater für Kultur am Staatlichen Schulamt Frankfurt, hatte aufgrund unserer sehr erfolgreichen Arbeit beim Blechbläser-Nachwuchs beschlossen, den Klassik-Star an die Ziehenschule zu vermitteln. So kam es, dass wir als einzige Schule in Frankfurt in den Genuss dieser intensiven Begegnung kamen mit dem international gefeierten Solisten, der u.a. den Echo-Klassik gewonnen hat.

Felix Kieser, der ohne Arme geboren wurde, spielte W. A. Mozarts zweites Hornkonzert. Er berichtete außerdem über seinem Leben als Künstler (u. a . dass er letztes Jahr mehr als 300 000 km (!) für seine Tourneen zurücklegte) und über seinen Werdegang. Zwischen den Sätzen und nach dem Stück hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Fragen an den Künstler zu stellen, die Felix Klieser geduldig beantwortete – einige zum Thema Musik aber auch zum Alltag des Musikers.

Am Ende schrieb Felix Klieser Autogramme, die viele der Teilnehmer an diesen ereignisreichen Vormittag erinnern werden.

Text: Kathrin Grabner; Fotos: Felix Klieser, Kathrin Grabner (19.02.2019)

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Exklusiv-Konzert mit Klasse

Die Querflötenklasse von Prof. Stephanie Winker der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst an der Ziehenschule

„Rhapsody in School“ nennt sich das bundesweite Projekt, bei dem klassische Musiker Kinder und Jugendliche für Musik begeistern möchten. Am Freitag, dem 14.12.2018, fand ein exklusives Konzert im Musiksaal der Ziehenschule statt. Die Klassen 5c und 5d kamen in den Genuss, einem sehr vielfältigen Programm der Querflötenliteratur lauschen zu dürfen. Sieben Studierende der Musikhochschule Frankfurt spielten Werke von Barock bis Moderne und faszinierten ihre jungen Zuhörer. Nach jedem vorgetragenen Stück hatten die Schülerinnen und Schüler dann die Möglichkeit, den Musikerinnen und Musikern Fragen zu stellen.

Unser besonderer Dank gilt Flötenprofessorin Stephanie Winker, die diesen eindrucksvollen Auftritt in der Ziehenschule mit ihren Studierenden vorbereitet hat!

Text und Fotos: Kathrin Grabner (17.12.2018)

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Schule mit besonderer Förderung in Musik

Ziehenschule erhält Urkunde zum Prädikat

Die Auszeichnung der Ziehenschule für ihre besondere Arbeit in Musik ist eigentlich überfällig, denn auch in der Vergangenheit hat die Schule immer wieder musikalisch auf sich aufmerksam gemacht, etwa durch den großen und leistungsfähigen Chor. Im Rahmen des Schulkonzertes in der Kirche St Joseph erhielt sie am 13.12.2018 die Urkunde und damit das Prädikat „Schule mit besonderer Förderung in Musik“.

Gesamtkonferenz, Elternbeirat und Schülervertretung, Schulkonferenz, Schulleitung und natürlich die Fachschaft Musik waren sich einig darin, den Antrag beim Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt zu stellen. Und tatsächlich war es kein Problem, das für das Prädikat notwendige hohe musikbezogene Engagement nachzuweisen und die entsprechenden Voraussetzungen zu erfüllen.

Geeignete Fachräume und ein Fundus von Instrumenten, die an die Schülerinnen und Schüler verliehen werden können, stehen zur Verfügung. Aktuell sind es mehr als 50 Instrumente. Zahlreichen Kooperationen laufen mit Instrumentallehrkräften u.a. für Klavier, Querflöte, Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass, die den Unterricht zum Teil in den Räumlichkeiten der Schule anbieten. Für den Instrumentalunterricht stehen neben den Musik-Fachräumen weitere Räume zur Verfügung, in denen nachmittags ab Klasse 5 in intensiver Zusammenarbeit mit der Musikschule Frankfurt e.V. die Förderung musikalischer Talente stattfindet.

Neben dem regulären Unterrichtsangebot in Musik bietet die Ziehenschule aber auch selbst verschiedene Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung ihrer jungen Musikerinnen und Musiker an. Die Basisarbeit: Alle Kinder der Klassen 5 und 6 lernen im Rahmen des regulären Musikunterrichts das Blockflötenspiel und damit Noten lesen im praktischen Einsatz. Ein Drittel aller Schüler engagiert sich in den Ensembles der Schule, die mehrmals im Jahr - innerhalb und außerhalb Frankfurts - öffentlich auftreten: zwei Chöre, zwei Orchester und eine Big Band. Für die Mitglieder der Chöre und Orchester finden regelmäßig mehrtägige Musikfreizeiten statt. Zweimal im Jahr (Dezember und Juni/Juli) gibt es Schulkonzerte. Zwei Kammermusikabende im Schuljahr geben jungen Solisten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten vor einem schulischen Publikum zu zeigen.

Die Schülerinnen und Schüler in den Klassen 5 und 6, die im Rahmen des jeweils zweijährigen Projekts „Brass Band“ ein Instrument lernen, arbeiten mit Fleiß, denn sie haben jeweils eine Gruppenstunde Instrumentalunterricht sowie eine Stunde Ensemblemusizieren, also über zwei Jahre zwei zusätzliche Wochenstunden. Kreativität und Eigentätigkeit werden nicht zuletzt in der durchaus originellen Straßenmusik-AG gefördert. Diese ist wohl die einzige AG dieser Art in Frankfurt.

Das Musik-Prädikat würdigt die Arbeit der Schule, aber es bedeutet nicht zuletzt auch einen musikalischen Schritt in Richtung weiterer Vernetzung und musikalischer Öffnung und Entwicklung. So ist die Schule z. B. gerne bereit, ihre musizierenden Kinder auch einmal in Grundschulen zu senden, um hier Vorbild zu sein und zum frühen Musizieren anzuregen.

Musikalische Öffnung funktioniert aber auch anders herum. Bereits einen Tag nach der Urkundenverleihung, am 14.12.2018, war die Ziehenschule Gastgeberin für Professorin Steffie Winker (ehemals Soloflötistin des Gewandhausorchesters in Leipzig), die mit Studierenden ihr Instrument die Flöte vorstellte und Werke verschiedenen Komponisten erklingen ließ. Der Besuch ist Teil einer langen Zusammenarbeit des Staatlichen Schulamtes mit dem bundesweiten Projektes „Rhapsody in school“, das der berühmte Pianist Lars Vogt ins Leben gerufen hat.

Frau Christiane Rogler (Schulleiterin) und Frau Kathrin Grabner (Fachvorsteherin Musik) freuten sich, zur Verleihung der Urkunde Herrn Christoph Gotthardt (Fachberater für Kultur) des Staatlichen Schulamtes und Herrn Christoph Hornbach (Direktor der Musikschule Frankfurt e.V.) als Gäste des Konzertes zu empfangen.

Text: Christoph Gotthardt, Staatliches Schulamt Frankfurt (13.12.2018)

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Weihnachtskonzerte 2018

Am 12. und am 13. Dezember 2018 fanden die traditionellen Weihnachtskonzerte der Ziehenschule statt. Am 12. Dezember präsentierten der Chor 6-7, der Chor 8-12, die Brass Band 8-10, die Big Band und die Straßenmusik AG in der Aula ihr musikalisches Können. Am 13. Dezember boten der Chor 5, die Brass Band 6-7, das Orchester 5-7, das Orchester 8-12 und der Chor 8-12  in der Kirche St. Joseph ihre Künste dar. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der Auszeichnung „Schule mit besonderer Förderung in Musik“ durch Herrn Christoph Gotthardt, Fachberater für Kultur des Staatlichen Schulamtes.

Text: Raphael Schefold; Fotos: Thuy Ly, Fotostudio Günther Helding (17.12.2018)

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Probenfahrt auf die Burg Breuberg

Beim Betreten der Burg Breuberg schallte einem ein wunderbar vielfältiger musikalischer Klang entgegen. Die Entscheidung, welches Ensemble man nun zuerst besuchen sollte, war alles andere als einfach. Knapp 120 Schülerinnen und Schüler, überwiegend aus den Jahrgängen 8 bis 13, betreut von sieben Lehrkräften, probten vom 28.11. bis 30.11. in der Burg Breuberg voller Konzentration, Motivation und Enthusiasmus in vier verschiedenen Ensembles für die bevorstehenden Weihnachtskonzerte am 12.12. und 13.12. ihrer Schule.

Die Bilder zeigen alle Teilnehmer der Fahrt, die Ensembles bei der Probenarbeit und Portraits des Schulsanitätsdienstes.

Die größte Gruppe, das Orchester mit ca. 45 Musikerinnen und Musikern übte fleißig unter der Leitung von Frau Grabner. Neben dem Musizieren im gesamten Orchester fanden Bläser- und Streicherproben statt die zum Teil von fortgeschritten Schülerinnen und Schülern angeleitet wurden.

Die Straßenmusik, betreut durch Herrn Heintze, setzt sich aus gut 30 Musikanten zusammen. Hier werden die bekanntesten Pop-Songs aus verschiedenen Jahrzehnten eingeübt. Das Zusammenspiel unterschiedlichster Instrumente wird beeindruckend von zahlreichen Schülerstimmen untermalt.

Die erst im Frühjahr wiederbelebte Big Band unter der Leitung von Herrn Eckert und Herrn Romer besetzt mit drei Posaunen, vier Trompeten, zwei Saxophonen, einem Klavier, einem Bass und einem Schlagzeug, spielen beeindruckende Jazzmusik aus verschiedenen musikalischen Epochen.

Hoch oben im Turmzimmer der Burg dirigierten Herr Eckert und Herr Griesbeck abwechselnd die Brass Band. Ein Ensemble, zusammengesetzt ausschließlich aus Eigengewächsen der Ziehenschule. Von tiefen Tubentönen bis hin zu hoch geblasenen Trompeten sind alle Blechblasinstrumente wie in einer echten englischen Brassband vertreten.

„Ein Fortschritt ist deutlich zu hören von Probe zu Probe“, so Organisator Herr Eckert. Des Weiteren betont Frau Grabner, dass ein qualitativ hochwertiges Konzert ohne die Fahrt nicht möglich sei. Trotz vieler Probenstunden empfinden die  Musikerinnen und Musiker die Probenfahrt als ein Highlight des Schulhalbjahres.

Sollte doch einmal die Puste ausgehen und der Kreislauf versagen, wissen sich die Schülerinnen und Schüler in besten Händen: Herr Ott übt mit ca. 25 Schülern aus dem Schulsanitätsdienst ebenso viele Stunden auf der Burg. Verletzungen werden zum verwechseln echt geschminkt, um die Fallbeispiele so realitätsnah wie möglich zu behandeln. Auch hier geben die älteren, erfahreneren Sanis ihr Wissen an die Jüngeren weiter. Für das körperliche und seelische Wohlbefinden ist durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Probenfahrt 2018 also auf ganzer Linie gesorgt.

Text und Fotos: Anna Katharina Chavier (12.12.18)

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