Willkommen auf der Homepage der Ziehenschule

3. Junior Science Café

Schule 4.0 – Digitalisierung der schulischen Bildung

Die gleichnamige AG veranstaltet am 15. Mai 2019 um 17 Uhr in der Aula das dritte Café. Diesmal ist das Thema: Schule 4.0 – Digitalisierung der schulischen Bildung. In einigen Schulen werden neben Computern, Handys, Smartboards auch Laptops eingesetzt. Ziel des Einsatzes ist es, sowohl das Lernen der Schülerinnen und Schüler als auch das Lehren der Lehrkräfte effektiver zu gestalten. Was sind die Vor- und Nachteile der Digitalisierung der schulischen Bildung? Es gibt bereits einige sogenannte „Laptopklassen“. Was lernen oder verlernen die Schüler?

Weitere Infos:
https://juniorsciencecafe.de/cafe/schule-40-digitalisierung-der-schulis/

Text: Jan Genadiev, Muhammed Mustafa Topuz, Philipp Zimmermann; Foto: Christoph Maitzen (2.4.2019)

Weiterlesen …

Initiative "Für jüdisches Leben in Frankfurt und gegen Antisemitismus"

Bürgermeister Uwe Becker hat als ehemaliger Ziehenschüler ein besonderes Verhältnis zu unserer Schule. Nicht nur deswegen, sondern insbesondere auch, weil wir seine Initiative so unterstützenswert finden, war er am 05.04. bei uns zu Besuch, um im Beisein der Leistungskurse PoWi (Herold) und Deutsch (Rogler) das für seine Initiative entworfene Plakat zu präsentieren und direkt aufzuhängen!

Hier geht es zur Pressemitteilung:
https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=8440&_ffmpar[_id_inhalt]=35308076

Text und Fotos: Carsten Herold (10.4.2019)

Weiterlesen …

Besuch aus Neuseeland an der Ziehenschule

Die Kontakte der Ziehenschule mit der Palmerston North Boys‘ High School begannen mit einer Anfrage aus dem Jahr 2011, als die neuseeländische Schule eine Partnerschule in Frankfurt suchte. Zunächst gab er nur Email-Kontakte, doch für das Frühjahr 2013 wurde der erste Besuch in Frankfurt anberaumt: Ca. 20 Schüler – nur Jungen – und zwei Lehrkräfte, Alison Dickinson und Jonathan Richards, kamen für 10 Tage nach Frankfurt, waren hier bei Gastfamilien untergebracht und reisten dann weiter nach Berlin, München und Bayreuth. Auch drei Jahre später, im April 2016, brachten Mrs Dickinson, Mr Richards und ein weiterer Lehrer, Willie Docherty, wieder PNBHS-Schüler an die Ziehenschule, diesmal sogar 26. In diesem Jahr sind es 19 Jungen und drei Lehrer: Alison Dickinson, Christina Belton und Kristofer Malicki, der eigentlich aus Bayern stammt. Seitens der Ziehenschule sind Fabio Ballaera und Julia Hinz für die Organisation des Aufenthalts verantwortlich.

Interessant ist, dass mehrere der diesjährigen Gastgeber auch schon vor drei Jahren dabei waren. Wie in jedem Jahr, so wurde auch diesmal eine gemeinsame Fahrt nach Heidelberg mit den Partnern und Partnerinnen aus der Ziehenschule durchgeführt – dem Verein der Freunde und Förderer sei Dank! Darüber hinaus machten die Neuseeländer Tagesfahrten nach Hockenheim, Stuttgart und Köln und nahmen mit ihren Gastgebern am Unterricht teil. Am 10. April verabschiedete sich die Gruppe von Frau Rogler, und der Schüler Robert Norman überreichte im Namen der PNBHS ein Geschenk.

Am 12. April reisen die Neuseeländer weiter nach Berlin, Leipzig, Nürnberg und München, wo sie jeweils einige Tage bleiben und ein volles Besichtigungsprogramm absolvieren werden. Am 24. April fliegen sie via Singapur und Auckland wieder zurück nach Palmerston North, wo sie erst am 26. April mittags erwartet werden.

Es bleibt zu hoffen, dass die Kontakte aufrecht erhalten und in ein Austauschprogramm auf Gegenseitigkeit münden werden. Allen Beteiligten und den Gastfamilien sei herzlich gedankt.

Text und Fotos: Marita Ebel (10.4.2019)

Weiterlesen …

Chemie – die stimmt

Tatjana Bischoff erreicht die dritte Runde im Chemiewettbewerb

Tatjana Bischoff (Klasse 9a) hat sich im Wettbewerb „Chemie – die stimmt“ am 20. März in der Landesrunde als eine der Landessiegerinnen in einer tollen Leistung für die länderübergreifende Finalrunde im Juni qualifiziert.

Tatjana Bischoff (im Bild ganz rechts), Foto: Marco Dörsam

50 Schüler*innen aus ganz Hessen und 10 Gäste aus Rheinland-Pfalz trafen sich zur dreistündigen, weit über den Schulstoff hinausgehenden Klausur. In angenehmer und sehr konzentrierter Atmosphäre stellten sie neben chemischem Wissen die Fähigkeit zur Lösung kniffliger Fragestellungen unter Beweis. Tatjana erzielte in dieser Klausur den 6. Platz aller 9. Klässler*innen und hat sich damit für die einwöchige Finalrunde im Juni qualifiziert.

Wir gratulieren Tatjana zu ihrem tollen Erfolg und wünschen ihr viel Spaß im Juni in Darmstadt!

Text: I. Höhler (2.4.2019)

Weiterlesen …

Pangea Mathematikwettbewerb 2019

Am 20.02.2019 nahmen 303 Schülerinnen und Schüler aus den Stufen 5 bis 10 an der 1. Runde teil, von denen sich sensationell 34 für die 2. Runde der (pro Stufe) 500 bundesweit Besten qualifizierten.

Unsere Besten in der 1.Runde waren Simon Götz Isele (6a) und Simon Breitenöder (7d), die alle Aufgaben richtig gelöst haben und Liane Shojai (8a), Jan Genadiev (8c), Bleron Bytici (9b) und Lotte Reimer (9f) mit nur einer falschen Antwort für die 20 Aufgaben.

Für die 2. Runde am 30.4.2019 haben sich ebenfalls qualifiziert:   
Konrad Tiesler (5c), Josefine Bastian, Maya Lenz (beide 5d), Muriel Saur (6d), Valerie Ziegler (7a), Frieda Brommer (7c), Yanning Schmidt (7d), Sofia Brötz (7f), Jonas Kötter (8b), Jette Bassermann (8d), Sophie Breitenöder (8f), Muhammad Tariq (9b), Moksh Shetty, Dong Woo Kim, Tom Maurer (alle 9c), Clara Zimmermann (9e), David Zhao, Caren Löcker, Jakob Wolf (alle 9f), Jakob Döll, Larissa Schneider, Natalie Zeiler (alle 9g), Alexander Castelli (10b), Puran Treue, Lucie Jäcker (beide 10c), Cornelius Heiming, Julie Kimpel (beide 10e), Christian Brüggen (10f).

Text und Foto: Martin Weitzmann (2.4.2019)

Weiterlesen …

Schreibwerkstatt

Ein Vormittag in der Redaktion der „Frankfurter Rundschau“

Schülerinnen der Ziehenschule besuchten am Donnerstag, den 21. Februar 2019, im Rahmen der Schreibwerkstatt die Redaktion der „Frankfurter Rundschau“, um einen Einblick in die Arbeitswelt eines Journalisten zu bekommen.

Nachdem wir mit unserer Lehrerin Frau Jensen den Weg mit der Bahn zurückgelegt und nach kurzem Suchen den Eingangsbereich des Gebäudes erreicht hatten, holte uns Thomas Stillbauer, ein sehr humorvoller und langjähriger Redakteur der „Frankfurter Rundschau“, einige Minuten später ab und führte uns in den Raum, in dem um 10 Uhr die Redaktionssitzung des heutigen Tages stattfinden sollte. Wir machten es uns auf dem Boden des Raumes gemütlich, während schon die ersten Redakteure den Raum betraten und sich auf die Stühle, die um einen großen ovalen Tisch standen, niederließen. Eine Mitarbeiterin begrüßte uns freundlich zur Redaktionssitzung, sagte einiges zu der aktuellen Ausgabe und fragte nach der Meinung ihrer Kollegen und Kolleginnen. Diese lobten einige Artikel, kritisierten aber auch welche. Die größte Kritik galt dem Artikel „Rebellin gegen eine Welt voller Abfall“. Auf die Blattkritik folgte die Besprechung für die Themen der morgigen Ausgabe.

Als die Redaktionssitzung fünfzehn Minuten später beendet wurde, nahm sich Herr Stillbauer die Zeit, unsere Fragen zu beantworten. Wir lernten, wie ein Artikel zustande kommt und was er alles durchlaufen muss, um auf der Zeitung zu erscheinen, erfuhren die genauen Zahlen der Ausgaben von früher (190.000)  und heute (60.000), unterhielten uns über den Alltag und die vielen Freiheiten, die der Beruf als Journalist/in mit sich bringt, und über vieles mehr. Außerdem erfuhren wir, dass eine Redaktion nicht nur aus Redakteuren, die für die Zeitung schreiben besteht, sondern sich auch noch aus einer eigenen Rechtsabteilung und einer Internetredaktion, die sich um die Internetseite des Unternehmens kümmert, zusammensetzt. Thomas Stillbauer erzählte uns außerdem auch seine Geschichte, wie er den Beruf ergriff, nannte uns aber auch noch viele weitere Möglichkeiten, um Journalist/in zu werden. Man kann das Fach beispielsweise studieren, aber auch als „Freier Journalist“ sein Geld verdienen.

Nach dieser ausführlichen Fragerunde wurden wir durch die vielräumige Redaktion voller Arbeitsatmosphäre geführt. Uns wurden Blicke in die meisten Räume gewährt. Überall begegneten wir konzentrierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die ihren Kopf kurz hoben, uns ein freundliches Lächeln schenkten und ihre volle Konzentration daraufhin wieder dem Bildschirm widmeten. Alle Räume besaßen große Fenster, viele Computer und Journalisten, die ihre Arbeit ehrgeizig erledigten. Auf den Fluren der „Frankfurter Rundschau“ hingen bedeutungsvolle Bilder, die Geschichten aus anderen Zeiten erzählten.

Da sich die Redaktion der „Frankfurter Rundschau“ im Gegensatz zu früher stark verkleinert hat, ging die Führung durch alle zwei Etagen schnell zu Ende. Mit abschließenden Worten verabschiedete sich Thomas Stillbauer von uns und wir machten uns daraufhin wieder auf den Rückweg. Zurück in der Ziehenschule analysierten wir den lehrreichen Vormittag mithilfe von Fragen auf  Plakaten, die wir voller Freude beantworteten.

Abschließend kann man sagen, dass der Vormittag in der Redaktion der „Frankfurter Rundschau“ für die meisten Beteiligten ein sehr lehrreiches, spannendes und interessantes Erlebnis war.

Text: Alina Repking (WPU Schreibwerkstatt); Fotos: Andrea Jensen (22.03.2019)

Weiterlesen …

Cinéclub

Der Cinéclub zeigte am Dienstag, 19.03.2019, den Film

Pas d'histoires

von Catherine Corsini zum Thema Rassismus im Alltag. Der Film wurde auf Französisch mit deutschen Untertiteln in der Aula der Ziehenschule aufgeführt.

Alice Genty-Beckers und Valérie Weishaupt (19.03.2019)

Weiterlesen …

„Trude Levi – Ich habe den Krieg gewonnen!“

Filmabend in der Ziehenschule

Beitrag der Klasse 9c

Am 21. Februar 2019 hat der Förderverein der Ziehenschule in der Aula den Dokumentarfilm „Trude Levi - Ich habe den Krieg gewonnen - Schülerinnen und Schüler der Ziehenschule begegnen der Zeitzeugin Trude Levi“ gezeigt.

Die Aula war voll. Zahlreiche  Schülerinnen und Schüler sowie Eltern, Verwandte und Lehrer/innen der Schule waren gekommen, außerdem konnte der Förderverein einige besondere Gäste begrüßen, den ehemaligen Schulleiter der Ziehenschule Herrn Eichenauer, den Frankfurter Bürgermeister Uwe Becker, den Vorsitzenden des jüdischen Sportvereins Makabi Herrn Alon Meyer, einige Schüler/innen der Lichtigfeldschule und Frau Kata Bohus, Kuratorin im Jüdischen Museum Frankfurt.

Trude Levi (1924-2012) war eine ungarische Jüdin, die die Zeit der Judenverfolgung unter Adolf Hitler miterlebt hat, im KZ Auschwitz eingesperrt war und als Zwangsarbeiterin in einer Munitionsfabrik schwere Arbeit leisten musste. Sie hat den Krieg überlebt und kam in den 1990er Jahre nach Deutschland, um in Schulen von ihrem Schicksal zu erzählen.  Frau Levi kam auch viele Male in unsere Schule, wo ein Filmprojekt mit Lehrerinnen, Schülerinnen und einem Filmteam 2009-2011 einen Film über ihr Leben drehte. Der Großteil der Dokumentation wurde in unserer Schule gedreht. Drehorte waren auch London, wo Trude Levi seit 1957 eine neue Heimat gefunden hatte, und Hirschhagen in Nordhessen, wo sie als Zwangsarbeiterin arbeiten musste.

In dem Film spricht Trude Levi über ihre schreckliche Vergangenheit, über die Zerstörung ihres Elternhauses durch die Nazis, ihre Deportation zunächst in ein Ghetto in der Nähe ihrer Heimatstadt in Ungarn und dann in das Vernichtungslager Auschwitz in Polen. Dort wurden ihre Eltern ermordet, sie selbst wurde mit 1000 Mitgefangenen nach Nordhessen deportiert, wo sie in einer Munitionsfabrik schwer arbeiten musste. Der dritte Teil des Filmes zeigt ihr Leben nach 1945.

Der Film hat die Zuschauerinnen und Zuschauer sehr stark angesprochen. Man spürte die Anspannung des Publikums. Mit jeder neuen Information stieg die Anzahl der erschrockenen und berührten Gesichter.

Nach dem Film gab es Zeit für Gespräche und Fragen, die die beiden Leiterinnen des damaligen Filmprojektes, Frau Hahn und Frau Faltinat, beantworteten und etwas über die Entstehung und  den Verlauf des Filmprojekts erzählten.

Ein wichtiges Ziel des Films ist es, den Zuschauerinnen und Zuschauern am Beispiel von Trude Levi eine sehr persönliche Seite der Zeit der Judenverfolgung unter den Nationalsozialisten zu zeigen und dadurch Unwissenden die Augen zu öffnen und Klarheit zu schaffen. Unserer Meinung nach war der Abend sowohl interessant und lehrreich als auch aufregend und emotional. Der Film hat uns eindringlich gezeigt, wie gut wir es heute haben. Es ist schockierend, wie  Juden früher behandelt wurden. Wir können uns nicht vorstellen, wie es für uns gewesen wäre, dort gefangen gehalten zu werden. Dass wir die Geschichte einer Zeitzeugin erzählt bekommen haben, war sehr wichtig für uns. Dass dieser Film gedreht wurde, war eine sehr gute Idee, denn so haben die kommenden Generationen der Ziehenschüler/innen und Schüler/innen anderer Schulen auch die Chance, an Trude Levis Erfahrungen teilzuhaben.

Siehe auch: 200 Zuschauende waren bewegt von Trude Levi

Text: Yasmin Al Twal, Antonella Dujmovic, Eileen Duong, Nicole Gaida, Viktoria Juric, Jelena Jurusic, Alessandro Pistara  (Klasse 9c), Frau M. Faltinat, Frau Dr. Blankenberg (19.3.2019)

Weiterlesen …

Besuch im Hessischen Landtag

Bericht des Besuchs der Klasse 10b

Mit unserer Klassenlehrerin Frau Höhler und unserer Lehrerin für Politik und Wirtschaft Frau Engelhardt hörten wir uns am 28. Februar 2019 eine spannende „Aktuelle Stunde“ im Plenum des Landtags in Wiesbaden an. Diese wurde vom hessischen Kultusminister Herrn Lorz eröffnet und ging über den Digital-Pakt. Dies sind Gelder vom Bund, welche helfen sollen, die Digitalisierung in die Schulen zu bringen. Es handelt sich um insgesamt fünf Milliarden Euro, die auf die Länder verteilt werden. Hessen erhält ca. 349 Millionen Euro für fünf Jahre, das sind ca. 95 Euro pro Schülerin und Schüler und pro Jahr.

Minister Lorz äußerte sich positiv und stellte klar, dass das Land Hessen weitere Gelder in die Hand nehmen müsse, um die Digitalisierung durchzuführen. Danach äußerten sich Vertreter anderer Parteien. Die AFD stellte es zum Beispiel in Frage, ob die Digitalisierung nötig sei und uns nach vorne bringe. Die Vertreterin der Linken hingegen war der Ansicht, dass die Digitalisierung nicht nachhaltig genug sei und dafür noch mehr Haushaltsmittel benötigt werden. Zudem wurde betont, dass es mehr brauche als Geld, insbesondere auch geschulte Lehrerinnen und Lehrer und angepasste Unterrichtsmaterialien.

Nach einer Stunde verließen wir das Plenum und hatten eine offene Diskussion mit verschiedenen Abgeordneten und Referenten. Unseren Fragen stellten sich Herr Heidkamp (AFD), Herr Dr. Bartelt (CDU), Herr Yüksel (SPD), Herr Lotz (Linke) und Herr Kosmehl (FDP). In einer belebten Diskussion beschäftigten wir uns mit Themen wie Diesel-Fahrverboten, FridaysforFuture (externer Link) versus der Schulpflicht, sanierungsbedürftigten Schulbauten und Hitzefrei sowie mit dem demographischen Wandel und der Einwanderungspolitik.

Zu Schluss bedankten wir uns, und machten ein gemeinsames Foto auf dem Balkon des Landtags. Wir als Klasse möchten uns bei allen Beteiligten für den interessanten und lehrreichen Tag bedanken. Insbesondere bei den Vertretern der Parteien, die sich viel Zeit für uns nahmen, und bei Frau Engelhardt und Frau Höhler, die uns begleitet haben.

Bild 1: Gruppenfoto, Bild 2: Kosmehl (FDP), Lotz (Die Linke), Dr. Bartelt (CDU), Heidkamp (AFD), Yüksel (SPD) (von links nach rechts)

Text: Edis Malicevic, I. Höhler; Fotos: I. Höhler (7.3.2019)

Weiterlesen …

Schreibtipps vom Profi

Literaturwerkstatt mit der Jugendbuchautorin Stefanie Neeb

Spannende Geschichten selber schreiben – aber wie? Das plagt so manche Schülerinnen und Schüler im Deutschunterricht. Und auch Autorinnen und Autoren haben hier manchmal Startschwierigkeiten – aber eben auch Strategien, wie vor allem der Anfang einer Geschichte Interesse und Neugier bei den Lesern wecken kann.

Ein praktisches Beispiel aus ihrem spannenden Jugendbuch „Und wer rettet mich“, verbunden mit einer Literaturwerkstatt, präsentierte die Autorin Stefanie Neeb in einem Vormittagsprojekt in der Themenwoche in der Klasse 8d und löste damit viel Motivation zum Selberschreiben aus. Zunächst las die Jugendbuchautorin, die früher selber als Lehrerin tätig war, den Romananfang ihres erfolgreichen Werks vor und regte die Klasse dazu an, Vermutungen über den Fortgang der Handlung und die Entwicklung der Figuren zu äußern. Daraus entspann sich eine interessante Diskussion, in deren Verlauf Stefanie Neeb viele wertvolle Einblicke in ihre praktische Tätigkeit als Schriftstellerin gab.

In der anschließenden Literaturwerkstatt wurden praktische Schreibtipps diskutiert und selber ausprobiert. Dazu legte die Autorin einen „langweiligen“ Romananfang vor: „Es war dunkel auf der Straße und Jaden hatte Angst. Niemand außer ihm schien um die Uhrzeit und bei der Kälte noch draußen zu sein. Aber er hatte es seiner kleinen Schwester versprochen, sie vom Turnen abzuholen. Seine Eltern waren , wie jeden anderen Freitag auch, mir ihren Freunden verabredet. Nur leider früher als sonst. Deswegen musste er jetzt durch die Kälte laufen…“

In Partner- und Gruppenarbeit entstanden viele spannende Neuanfänge zu dieser Geschichte: „Doppelkopf... mit Martha und Bert, wie kann das meinen Eltern nicht langweilig werden, wenn eh jeden Freitag Bert gewinnt. Und da meine Schwester Kathi noch nicht alleine vom Turnen nach Hause laufen kann, muss ich natürlich einspringen, als hätte ich nichts Besseres zu tun. Genervt greife ich nach meiner Jacke und schmeiße die Tür hinter mir zu. “ 
Von Lilli Tiesler, Annika Cordes und  Marisa Wildner

Am Ende des Vormittags gab es fast nur begeistere Kommentare: „Ich bin nicht sehr motiviert hergekommen…, aber es hat sehr Spaß gemacht und war VIEL besser als erwartet.“ „Eine tolle Veranstaltung!“ „Ich hätte fast lieber noch etwas länger für die Schreibaufgaben Zeit gehabt.“

Text und Bilder: Brigitte Bergmann (1.3.2019)

Weiterlesen …