Mathematik an der Ziehenschule

An der Ziehenschule wird Mathematik in der Sekundarstufe I vierstündig unterrichtet. In der Oberstufe hat man die Möglichkeit, Mathematik als Leistungs- oder Grundkurs zu wählen.

Zum regulären Unterrichtet bietet die Ziehenschule Ihren Schülerinnen und Schülern folgende Unterstützung in Mathematik an:

  • Mathe-Atelier (täglich 90 Minuten)
    Täglich werden leistungsstarke und leitungsschwache Schülerinnen und Schüler im Verständnis für die Mathematik unterstützt. Dies deckt u.a. die Unterstützung bei Hausaufgaben, bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten oder Wettbewerben ab
  • Mathe-Kompensationskurs (Einführungsphase)
    Um leistungsschwache Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II in Mathematik zu unterstützen, erhalten diese Schülerinnen und Schüler zwei weitere Stunden Mathematikunterricht.
  • Mathe-AG
    Interessierte Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I können in der Mathematik-AG ihr Verständnis noch weiter steigern.

Sollten Sie weitere Fragen zum Fach Mathematik haben, steht Ihnen Fachsprecher Christoph Maitzen mit seiner gesamten Fachschaft gerne zur Verfügung.

 

Bericht aus dem Fach

Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 beschäftigen sich mit Statistik

Im Rahmen einer kurzen Unterrichtseinheit beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler einer achten Klasse mit Bevölkerungspyramiden. In den Medien tauchen in der Regel nur Säulen und Liniendiagramme auf, nur selten werden den Betrachtern komplexere Grafiken wie zum Beispiel Bevölkerungspyramiden zugemutet. Gerade solche Diagramme enthalten eine Fülle von Informationen, die die Schülerinnen und Schüler entdecken und ggf. bewerten können.

Die Schülerinnen und Schüler wurden mithilfe verschiedener Fragestellungen (Lies die Zahl der 10-jährigen Jungen ab. Gib an, zu welcher Altersstufe die meisten Deutschen gehören. Usw.) angeleitet, die Bevölkerungspyramide von Deutschland aus dem Jahre 2015 zu lesen. Anschließend haben sie selber auf der Datenbank des Statistischen Bundesamtes (https://www-genesis.destatis.de/genesis/online) statistische Daten für ihre Bevölkerungspyramide recherchiert und entsprechende Pyramiden für Deutsche in Deutschland und die in Deutschland lebenden Ausländer erstellt. 

Interpretation der Bevölkerungspyramiden

Deutsche in Deutschland

  • Die Anzahl der 72-Jährigen (1944 geboren) ist gering, vermutlich sind im zweitletzten Jahr des 2. Weltkrieges weniger Kinder geboren worden.
  • Die Zahl der 49-58 jährigen Menschen ist sehr hoch, vermutliche Ursache: In den Jahren von 1958 bis 1967 wurden wegen dem wirtschaftlichen Aufschwung viele Menschen geboren.
  • Beginnend bei den 50-Jährigen (1966 geboren) nimmt die Zahl der Menschen mit sinkendem Alter bis etwa bei den 42-Jährigen (1974 geboren) ab: Diese Abnahme wird der „Pillenknick“ genannt. Ab der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre konnten die Menschen aufgrund der Antibabypille (Verhütung) mit fast absoluter Sicherheit bestimmen, ob sie Kinder bekommen wollen.
  • Deutlicher Rückgang der 26-Jährigen (1990 geboren) und Jüngeren: Dieser Rückgang erklärt sich vermutlich durch den wirtschaftlichen Einbruch in den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung.

 Ausländer in Deutschland

  • Es gibt einen deutlichen Männerüberschuss der 18- bis 56-Jährigen (1998 bzw. 1960 geboren), besonders hoch ist die Zahl bei den 27- bis 29-Jährigen (1989 bzw. 1987 geboren), vermutliche Ursache: Männer im Erwerbsalter, die zum Teil wegen der Arbeit zugezogen sind.
  • Vermutlich sind viele der 56-Jährigen und Jüngeren in Deutschland geboren worden (2. und 3. Generation).
  • Es gibt relativ wenig ältere Menschen. Vermutung: Die Gastarbeiter der 1. Generation sind nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt. 

Text, Grafiken und Fotos: Christoph Maitzen