Wirtschaft verstehen und Verantwortung übernehmen

Erfolgreicher Abschluss des Projekts „WirtschaftsKompass“ bei der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt

Der WirtschaftsKompass ist ein Projekt, das Schülerinnen und Schülern Orientierung in der Finanz- und Wirtschaftswelt bieten soll. Im Mittelpunkt steht praxisnahes Lernen: Die Teilnehmenden erarbeiten sich zunächst Grundlagenwissen über Finanzen und Ökonomie, um im weiteren Verlauf des Projekts in die Rolle von Portfoliomanagern zu schlüpfen. Das Projekt wird in Kooperation mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der FAZ und der Lucky Fellow Foundation durchgeführt.

Im Rahmen des Projekts verwalten die Schülerinnen und Schüler ein fiktives Vermögen von 20.000 Euro in einem virtuellen Portfolio und treffen eigenständig Investitionsentscheidungen. Dabei setzen sie sich mit dem Funktionieren der Finanz- und Kapitalmärkte, wirtschaftlichen Zusammenhängen sowie dem Aufbau und der Verwaltung eines Aktiendepots auseinander. Auch Fragen der Nachhaltigkeit und der Verantwortung wirtschaftlicher Entscheidungen spielen eine wichtige Rolle.

In einem ersten Durchgang verlangte der projektorientierte Ansatz von den Schülerinnen und Schülern ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Motivation. Ergänzt wurde der Kurs durch praktische Erfahrungen, unter anderem durch Exkursionen beispielsweise zur FAZ oder zur Börse. Begleitet wurden die Teilnehmenden über ein Jahr durch einen Mentor der Stiftung Polytechnische Gesellschaft sowie durch die FAZ, die Zugänge zu ihrer Zeitung und Rechercheworkshops ermöglichte.

Abschlussveranstaltung mit beeindruckenden Ergebnissen

Am Donnerstag, den 18. Juni 2026, fand die Abschlussveranstaltung des Projekts „WirtschaftsKompass“ in den Räumlichkeiten der Stiftung Polytechnische Gesellschaft statt. Im Mittelpunkt standen die Präsentationen der Schülerinnen und Schüler: In zwei Gruppen stellten die Teilnehmenden ihre Arbeitsergebnisse vor und gaben Einblicke in ihre Strategien, Entscheidungen und Erkenntnisse aus der Projektarbeit. Besonders spannend war die Vorstellung der entwickelten Portfolios.

Ausgezeichnet wurde schließlich die Gruppe, die mit ihrem Portfolio den höchsten Gewinn erzielen konnte.

Eine besondere Anerkennung erhielten die Teilnehmenden durch die Spende der Lucky Fellow Foundation in Höhe von 2.000 Euro. Die Summe wird für einen schulischen Zweck eingesetzt, den der Kurs selbst auswählen wird.

Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler wurden von den Vertreterinnen und Vertretern der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, dem Vorsitzenden der Stiftung, Herrn Prof. Dr. Dievernich sowie Frau Benecke und Frau Pradler, den Vertreterinnen der FAZ, Frau Hellmich und Frau Stang, dem Mentor Herrn Rabe sowie den betreuenden Lehrkräften Herrn Herold und Herrn Wallmeier ausdrücklich gelobt. Sie würdigten insbesondere das Engagement, die Eigenständigkeit und die Qualität der erarbeiteten Ergebnisse.

Der Abschluss des Pilotprojekts „WirtschaftsKompass“ machte deutlich, wie gewinnbringend die Verbindung von schulischem Lernen und praktischer Erfahrung sein kann. Die Schülerinnen und Schüler konnten wichtige Einblicke in wirtschaftliche Prozesse gewinnen und zugleich zeigen, dass sie mit Kreativität, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein anspruchsvolle Aufgaben erfolgreich bewältigen können.

Auf den Piloten folgt im Schuljahr 2026/27 der zweite Durchgang. Erfahrungen aus dem ersten Jahr wurden in einem Manual gesammelt und didaktisch aufbereitet, mit dem Ziel, das Angebot dauerhaft zu implementieren. Auch für andere Frankfurter Schulen. Die Ziehenschule bedankt sich herzlich bei der Polytechnischen Gesellschaft, der Lucky Fellow Foundation vertreten durch Frau Federau und Herr Kurz, der FAZ und dem Mentor Herrn Rabe für die enge und konstruktive Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

Text und Bild: Carsten Herold, stv. Schulleiter (24.07.2026)

Veröffentlicht in: Europa

Zurück