Medienbildung sichtbar gemacht

Wie analysiert man Werbung auf TikTok? Wie entsteht ein Stop-Motion-Film im Biologieunterricht? Was lässt sich aus physikalischen Messdaten mit einer Tabellenkalkulation herauslesen? Und wie programmiert man eine eigene Webseite?

Digitale Kompetenzen werden an der Ziehenschule in vielen Fächern vermittelt. Mit dem nun verabschiedeten Medienbildungskonzept und dem dazugehörigen Medienbildungscurriculum werden diese vielfältigen Aktivitäten systematisch zusammengeführt und sichtbar gemacht.

Medienbildung in allen Fächern

Ziel des Konzepts ist es, Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen einer digital geprägten Welt vorzubereiten. Medienbildung wird nicht als eigenständiges Zusatzthema verstanden, sondern als Aufgabe aller Fächer. Neben technischen Fähigkeiten stehen ein reflektierter Umgang mit digitalen Medien, Datenschutz, digitale Kommunikation, Medienkritik und verantwortungsbewusstes Handeln im Mittelpunkt.

In den vergangenen beiden Jahren haben die Fachschaften ihre bestehenden Unterrichtsvorhaben erfasst und den Kompetenzbereichen der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ zugeordnet. Entstanden ist ein schulspezifisches Curriculum, das digitale Kompetenzen über verschiedene Jahrgangsstufen hinweg aufbaut.

Die Auswertung der Fachbeiträge macht deutlich, dass Medienbildung über die Nutzung digitaler Geräte hinausgeht. Häufig werden Kompetenzen im Bereich des Produzierens und Präsentierens gefördert. Gleichzeitig zeigt das Curriculum Entwicklungspotenziale auf, etwa bei Themen wie Datenschutz, digitaler Sicherheit oder der Reflexion digitaler Medienwelten.

Das verabschiedete Medienbildungskonzept markiert damit einen Schritt der Schulentwicklung. Es dokumentiert nicht nur die Arbeit vieler Fachschaften, sondern schafft auch eine Grundlage für die zukünftige Weiterentwicklung der Medienbildung an der Ziehenschule.

Medienbildung konkret umgesetzt

Die Bandbreite der Projekte zeigt, wie Medienbildung an der Ziehenschule umgesetzt wird: Im Deutschunterricht erstellen Schülerinnen und Schüler Erklärvideos, in Kunst entstehen virtuelle Gruselhäuser, im Fach Politik und Wirtschaft werden Strategien von Social-Media-Werbung untersucht. Im Französischunterricht setzen sich Lerngruppen mit Cybermobbing auseinander, in Biologie werden biologische Prozesse als Stop-Motion-Filme visualisiert. Informatikkurse entwickeln eigene Webseiten, während in Physik digitale Werkzeuge zur Auswertung von Experimenten eingesetzt werden.

So wird sichtbar, was gelebte Praxis ist: Medienbildung findet nicht in einem einzelnen Fach statt, sondern überall dort, wo Schülerinnen und Schüler lernen, digitale Werkzeuge sinnvoll, kritisch, kreativ und verantwortungsvoll einzusetzen.

Zwischenbericht

Der Zwischenbericht von 2024 informiert über Zwischenschritte und Meilensteine in den  2024 bis 2026:

Download

Medienbildungskonzept und Medienbildungscurriculum können hier aufgerufen werden:

Raphael Schefold (16.06.2026)

Veröffentlicht in: Digitale Schule, Schule

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