Schulreisen per Flugzeug

Die Gesamtkonferenz der Ziehenschule hat am 9.9.2019 beschlossen, dass zukünftig Schulreisen nicht mehr per Flugzeug durchgeführt werden, es sei denn, es besteht ein triftiger Grund. Triftige Gründe sind zum Beispiel Fahrten im Rahmen eines Amerika - Austausches oder Fahrten z. B. eines Spanisch- LKs nach Spanien, da Bus – oder Zugreisen nach Spanien wegen der Dauer von fast zwei Tagen im Rahmen einer kurzen Schulfahrt nicht zumutbar sind.

Begründung:

  • Ein Flug innerhalb Europas verbraucht pro Person mit Hin- und Rückfahrt zwischen 1,8 bis 2,2 Tonnen CO2. Dieses Treibhausgas ist eine der wichtigsten Ursachen des Treibhauseffekts und damit der vom Menschen ausgelösten Erderwärmung. Der Jahresverbrauch eines kleinen PKWs bei durchschnittlicher Kilometerzahl liegt ebenfalls zwischen 1,8 und 2 Tonnen CO2. Wenn 25 Personen fliegen, verbrauchen sie für einen Kurzaufenthalt im Rahmen einer Schulreise so viel CO2, wie 25 Kleinwagen in einem ganzen Jahr.
  • Wegen der aktuellen Entwicklung, zum Beispiel der riesigen Brände in Sibirien im Hochsommer und der aktuellen dramatischen Brände im Regenwald, bei denen unermessliche Mengen an CO2 freigesetzt werden und bis jetzt kaum absehbare Gebiete auf immer als CO2-Speicher verloren gehen, erscheint der oben genannte  CO2-Verbrauch einer Schulklasse aus reinen Luxusgründen nicht angemessen.
  • In vielen Jahrzehnten wurden Schulreisen ausschließlich mit Bus und Bahn durchgeführt. Es gibt zahlreiche interessante Städte wie Wien, Paris , Amsterdam etc., die von Frankfurt aus leicht per Bus und Bahn zu erreichen sind.

Literatur:

  • Graeme Maxton, Change, Warum wir eine radikale Wende brauchen, München 2018
  • David Nelles, Christian Serrer, Kleine Gase – große Wirkung, Eigenverlag 2018

Martina Oswalt, Umweltgruppe der Ziehenschule (10.9.2019)

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