Schreibwerkstatt

Ein Vormittag in der Redaktion der „Frankfurter Rundschau“

Schülerinnen der Ziehenschule besuchten am Donnerstag, den 21. Februar 2019, im Rahmen der Schreibwerkstatt die Redaktion der „Frankfurter Rundschau“, um einen Einblick in die Arbeitswelt eines Journalisten zu bekommen.

Nachdem wir mit unserer Lehrerin Frau Jensen den Weg mit der Bahn zurückgelegt und nach kurzem Suchen den Eingangsbereich des Gebäudes erreicht hatten, holte uns Thomas Stillbauer, ein sehr humorvoller und langjähriger Redakteur der „Frankfurter Rundschau“, einige Minuten später ab und führte uns in den Raum, in dem um 10 Uhr die Redaktionssitzung des heutigen Tages stattfinden sollte. Wir machten es uns auf dem Boden des Raumes gemütlich, während schon die ersten Redakteure den Raum betraten und sich auf die Stühle, die um einen großen ovalen Tisch standen, niederließen. Eine Mitarbeiterin begrüßte uns freundlich zur Redaktionssitzung, sagte einiges zu der aktuellen Ausgabe und fragte nach der Meinung ihrer Kollegen und Kolleginnen. Diese lobten einige Artikel, kritisierten aber auch welche. Die größte Kritik galt dem Artikel „Rebellin gegen eine Welt voller Abfall“. Auf die Blattkritik folgte die Besprechung für die Themen der morgigen Ausgabe.

Als die Redaktionssitzung fünfzehn Minuten später beendet wurde, nahm sich Herr Stillbauer die Zeit, unsere Fragen zu beantworten. Wir lernten, wie ein Artikel zustande kommt und was er alles durchlaufen muss, um auf der Zeitung zu erscheinen, erfuhren die genauen Zahlen der Ausgaben von früher (190.000)  und heute (60.000), unterhielten uns über den Alltag und die vielen Freiheiten, die der Beruf als Journalist/in mit sich bringt, und über vieles mehr. Außerdem erfuhren wir, dass eine Redaktion nicht nur aus Redakteuren, die für die Zeitung schreiben besteht, sondern sich auch noch aus einer eigenen Rechtsabteilung und einer Internetredaktion, die sich um die Internetseite des Unternehmens kümmert, zusammensetzt. Thomas Stillbauer erzählte uns außerdem auch seine Geschichte, wie er den Beruf ergriff, nannte uns aber auch noch viele weitere Möglichkeiten, um Journalist/in zu werden. Man kann das Fach beispielsweise studieren, aber auch als „Freier Journalist“ sein Geld verdienen.

Nach dieser ausführlichen Fragerunde wurden wir durch die vielräumige Redaktion voller Arbeitsatmosphäre geführt. Uns wurden Blicke in die meisten Räume gewährt. Überall begegneten wir konzentrierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die ihren Kopf kurz hoben, uns ein freundliches Lächeln schenkten und ihre volle Konzentration daraufhin wieder dem Bildschirm widmeten. Alle Räume besaßen große Fenster, viele Computer und Journalisten, die ihre Arbeit ehrgeizig erledigten. Auf den Fluren der „Frankfurter Rundschau“ hingen bedeutungsvolle Bilder, die Geschichten aus anderen Zeiten erzählten.

Da sich die Redaktion der „Frankfurter Rundschau“ im Gegensatz zu früher stark verkleinert hat, ging die Führung durch alle zwei Etagen schnell zu Ende. Mit abschließenden Worten verabschiedete sich Thomas Stillbauer von uns und wir machten uns daraufhin wieder auf den Rückweg. Zurück in der Ziehenschule analysierten wir den lehrreichen Vormittag mithilfe von Fragen auf  Plakaten, die wir voller Freude beantworteten.

Abschließend kann man sagen, dass der Vormittag in der Redaktion der „Frankfurter Rundschau“ für die meisten Beteiligten ein sehr lehrreiches, spannendes und interessantes Erlebnis war.

Text: Alina Repking (WPU Schreibwerkstatt); Fotos: Andrea Jensen (22.03.2019)

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