MINT Girls Camps - Erfahrung

In den Sommerferien 2017 habe ich das MINT Girls Camp in Frankfurt besucht. Dieses Camp ist für Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren und bietet Einblicke in Berufe der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Organisator ist die Sportjugend Hessen. Die MINT-Angebote werden durch Provadis, wo das von mir besuchte Camp stattgefunden hat, und weiteren Partnerunternehmen durchgeführt und gefördert. Sechs Tage haben wir, 20 Mädchen und zwei Betreuerinnen, in einer schönen Jugendherberge, die von der Natur umgeben war, gewohnt. Sie war in der Nähe von der Commerzbank Arena in Höchst, wo auch Sportler übernachten.

Am Anfang haben wir Kennenlernspiele gemacht und durch sportliche Betätigung in Gruppenspielen wurde unsere Gruppe über die Tage zusammengeschweißt. In jedem Berufsbereich gab es zwei Ausbilder von Provadis, die uns alles gezeigt und beigebracht haben. Außerdem wurden wir jeden Tag mit einem Bus auf das Firmengelände von Provadis gefahren und abgeholt.

In Informatik hat man uns erst etwas über die Berufe in diesem Bereich erzählt – genauso in den anderen Berufsbereichen –, dann haben wir gelernt mit der Programmiersprache Java kleine Programme zu programmieren, wie zum Beispiel eine Ampel, die auch die Farben wechseln kann. Nach der Mittagspause, wo wir in dem großen Gebäude in der Mensa leckeres Essen gegessen haben, ging es weiter mit dem Arbeiten.

Am nächsten Tag ging es mit der Elektronik weiter, dazu gehören theoretische Kenntnisse und passende Arbeitskleidung, um sicher arbeiten zu können. Die Arbeitskleidung wurde uns gestellt. Dann konnten wir nach Anleitung ein eigenes Verlängerungskabel für den Garten bauen und die Skyline von Frankfurt mit einem Draht biegen.

Bei der Mechanik haben wir aus Stahl einen Flaschenöffner gemacht, wo man auch den ganzen Tag stehen musste, aber auch die ganze Zeit beschäftigt war, vor allem mit dem Schleifen des Stahls. In dem Bereich Naturwissenschaften haben wir in einem Labor in Gruppen Aspirin geprüft und abhängig von der Reinheit die Freigabe erteilt. Also entschieden, ob die Substanz als Medikament verkauft werden darf oder nicht. Unsere Untersuchungen haben wir dokumentiert und mit einer Formel ausgerechnet, wie rein die Substanz ist.

Am letzten Tag gab es ein Berufsberatungsgespräch, wo ich sehr viel lernen konnte und ich dadurch erfahren habe, dass es eine Berufsberatungsstelle auch an der Ziehenschule gibt. Das Besondere an dem Tag war, dass wir unsere Abschlussvorträge über die Tage im Camp gehalten haben und dass uns Reporter vom Fernsehen sowie von der Zeitung gefilmt und interviewt haben.

Besonders schön fand ich die vielen Freizeitaktivitäten, zum Beispiel den Escape Room oder die Spiele draußen, und natürlich die Freundschaften, die sich dadurch gebildet haben. Tatkräftig unterstützt haben uns die Betreuerinnen und Herr Mahler, stellvertretender Leiter für Bildungs- und Forschungsprojekte bei Provadis. Abschließen kann ich noch sagen, dass es mir sehr gefallen hat, unter anderem auch wegen den vielfältigen Aktionen, die wir gemacht haben. Weiter, weil ich sehr viele neue Einblicke in das Berufsleben bekommen habe und weil man so viele unterschiedliche und neue Leute kennenlernen konnte. Für die 50 Euro Selbstbeteiligung wurde uns sehr viel ermöglicht.

Text: Beatrice Jane Tan, Foto: Christoph Maitzen (Sept. 2017)

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