Lesung von Jason Reynolds

"Ghost" im Literaturhaus

Ghost, so heißt Jason Reynolds neues Werk, in dem es eben um diesen Jungen, Ghost (eigentlich Castle Crenshaw), geht, der in seinem kurzen Leben schon viel (davon) rennen musste, regelmäßig in Schwierigkeiten gerät, nun aber die Bekanntschaft mit Coach Brody macht, der ihn in sein Team aufnimmt. Ob das die Wende in Ghost´s Leben ist? Das fragten sich auch die Schüler*innen der Klasse 9b, als in den letzten Wochen - zumeist gegen Ende des Unterrichts - aus dem Buch Ghost vorgelesen wurde. Wie passend, dass Jason Reynolds zufällig am 19. September im Literaturhaus Frankfurt war, um eben dieses Buch vorzustellen. Für Alle war es der erste Besuch in dieser Frankfurter Institution und auch die erste Begegnung mit einem (englischsprachigen) Autor. Niemand wurde enttäuscht! Jason Reynolds, der schon vor drei Jahren mit seinem Werk When I was the Greatest in Frankfurt zu Gast war, ist eine Erscheinung. Groß, mit tiefer Stimme, einem markanten Akzent und eigentlich immer einem Lächeln parat, das ansteckt. Kurz: Ein authentischer Typ mit der passenden street credibility, da in ärmlichen Verhältnissen in Washington D.C. aufgewachsen und teilweise als Obdachloser in Brooklyn lebend.

Moderiert wurde das Gespräch von Fridtjof Küchemann von der FAZ, mit Unterstützung von Philipp Herold, deutscher Vizemeister im Poetry Slam, der einige Passagen vorlas. Highlight war aber natürlich Jason Reynolds selbst, der gleich zu Beginn die ersten Seiten aus Ghost las. Nach einer knappen Stunde begann die offene Fragerunde und Jason Reynolds beantwortete wirklich jede Frage, ob danach wie reich er sei oder wer seine Lieblingsautoren wären. Fragen konnten auch auf Deutsch gestellt werden, die meisten Schüler jedoch trauten sich und fragten auf Englisch, sicher auch ein Merkmal dafür wie gelungen die Veranstaltung war. Die abschließende Autogramm- und Selfierunde war dementsprechend mit langen Wartezeiten verbunden. Für die Schüler der 9b war es ein tolles Ereignis, „inspirierend“ sei es gewesen. Wir waren zumindest die letzten, die an diesem Tag das Literaturhaus verließen.

Text und Bild: Carsten Herold (19.9.2018)

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