Betriebspraktikum in Bordeaux

Erst mal die Stadt  und unsere corres kennenlernen…

Vom 22.Januar bis zum 7.Februar, also fast drei Wochen, war unser 10er AbiBac-Kurs in Bordeaux. Unsere Austauschpartner dort ist die AbiBac-Klasse der 2nde des Lycée Pape Clément in Pessac. Die meisten von uns haben in den Familien unserer Austauschpartner gewohnt, diese haben uns auch den Praktikumsplatz, meist entsprechend unseren Wünschen, gesucht. In den ersten Tagen konnten wir unsere Partner, die Schule und die Familien kennenlernen, dann waren wir zwei komplette Wochen im Praktikum, und abschließend haben wir Kulturelles gemacht und erlebt.

Es gab viele tolle, spannende, lustige und interessante Tage mit verschiedenen Aktivitäten. Wir haben alle zusammen Bordeaux besichtigt und viel über die Stadt erfahren. Wir haben jedoch keine der üblichen Führungen gemacht, sondern sind mit unseren Austauschpartnern zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gelaufen, die sie uns dann kurz vorgestellt haben. An einem Nachmittag sind wir nach dem Praktikum  alle zusammen beim Bowling gewesen, was uns großen Spaß gemacht hat, außerdem haben wir uns da als Klassen besser kennengelernt.

Betriebe kennenlernen und darin arbeiten!

Unsere Hauptbeschäftigung war natürlich das Praktikum. Wir waren u.a. in Bäckereien, Schulen, Kindergärten, Rathäusern, Blumenläden, einer Schokolaterie usw. Ich persönlich war in einer Bäckerei, und das war ein tolles Erlebnis. Die Mitarbeiter waren freundlich und haben mir immer geholfen, sogar die Kunden, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Eine Spezialität der Bäckerei war die Herstellung von dunklen Brotsorten, Bauernbrot usw., wie man es sonst nur in Deutschland findet.

Wir haben nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessert, sondern auch neue Freunde gefunden. Ein Theaterstück haben wir während des Praktikums zusammen besucht. Unsere freie Zeit haben wir meist mit unseren Austauschpartnern verbracht.

Wer war Jean Moulin?

An den letzten beiden freien Tagen, wurde uns  zunächst ein „Château“, das bedeutet in der Region natürlich: ein großes altes Weingut, gezeigt.

Am Nachmittag haben wir dann im Stadtzentrum das Musée Jean Moulin besichtigt – Jean Moulin war ein wichtiger Politiker, der für de Gaulle in Frankreich den Widerstand gegen die deutsche Besatzung organisiert hat, dann aber gefangengenommen und nach der Folter durch die SS gestorben ist - in Frankreich ist er noch heute ein Nationalheld. Hier konnten wir viel über das Leben der Franzosen während des zweiten Weltkriegs unter der deutschen Besatzung, über die Verfolgung der Juden und Widerstandskämpfer erfahren.

Auch Theater haben wir gespielt! 

Am letzten Tag haben wir dann unter Anleitung eines deutsch-französischen Theatermachers  in kleinen gemischten Gruppen Briefe und Postkarten deutscher und französischer Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg gelesen und besprochen, dann überlegt, an wen sie adressiert waren, manchmal auch einen Brief als Antwort ausgedacht. Vor allem haben wir uns davon ausgehend oder dazu passend, uns Situationen und Szenen überlegt, Texte der beteiligten Personen erarbeitet, dann inszeniert und ausprobiert – in beiden Sprachen, und sie dann auf der Bühne im Theater allen anderen im Zuschauerraum vorgespielt. Die corres haben meistens deutsch gesprochen und wir meist französisch. Das hat allen nicht nur Spaß gemacht, wir haben dabei auch ganz verschiedene Dinge gelernt. Meistens wurde auch die mittlerweile für selbstverständlich angesehene Freundschaft und die Solidarität zwischen den beiden Ländern angesprochen und theatralisch umgesetzt. Manchen von uns kam dabei natürlich zugute, dass sie Darstellendes Spiel machen.

Le départ

Am Mittwoch, dem 11. Februar haben wir dann Bordeaux und unsere neuen Freunde traurig verlassen – wir wussten jedoch, dass wir sie in gut drei Monaten wiedersehen würden – diesmal bei uns in Frankfurt. Jetzt müssen wir für sie möglichst gute Praktikumsplätze finden und überlegen, was wir mit ihnen unternehmen, um ihnen den Aufenthalt in Frankfurt interessant und angenehm zu gestalten!

Text: Clara, Nina und Antonia (April 2015)

Mon stage dans une boulangerie-patisserie 

Moi, j’ai fait mon stage dans une boulangerie-pâtisserie à Mérignac, une commune dans la banlieue de Bordeaux qu’on peut comparer à Eschersheim et sa place dans la ville de Francfort.

Ma journée commençait très tôt, à 7 h 00, mais elle finissait déjà à 13 h 00. Mes tâches étaient surtout de sucrer des crêpes, de faire des sandwichs, d’aider à préparer des pâtes et de décorer des gâteaux.

Mon patron et ses employés m’ont traitée très bien, et je me suis sentie bien intégrée dès le début. Même quand il y avait des tâches que je ne comprenais pas tout de suite, ce n’était pas un problème de demander – ils m’ont tout expliqué avec beaucoup de patience. J’étais donc très contente de mon stage.

Text: Samantha (April 2015)

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