Besuch der INTERGEO

Schülerberichte zum Besuch vom 18.10.2018

Häufig fragt man sich ja, wofür man das alles braucht, was man in der Schule lernt: Physik, Mathe, Informatik? Auf der Messe in Frankfurt haben meine Klasse und ich Antworten auf diese Frage gefunden. Geodäten wenden Physik an, Matheformeln gehen in den Bau von Maschinen ein, die erstaunliche Dinge können, …

Am Donnerstag, den 18.10.2018 besuchte meine Klasse, die 9g, die Messe INTERGEO, einerseits um uns zu zeigen, dass es doch wichtig ist, was wir in der Schule lernen, und andererseits zur Berufsorientierung. Als wir dort ankamen, durften wir uns zunächst für ein paar Minuten in der Messehalle 12.1 umsehen, hier waren verschiedene Messgeräte ausgestellt. Wir, zwei Freundinnen und ich, kamen am Stadtvermessungsamt Frankfurt vorbei. Dort erklärte uns ein netter Mann, wie man die Daten ins Programm eingibt und wie aufgrund der Daten dann eine Stadtkarte erstellt wird. Er zeigte uns digital an einem Computer, wie man mit einer Software, die die Stadtvermessung Frankfurt verwendet, Strecken messen, bei Gebäuden die Grundfläche berechnen kann und vieles mehr.

Danach haben wir uns als Klasse getroffen und sind von Frau Przybilla und Herrn Setz von der Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V. (DVW) empfangen worden. Sie hat uns erklärt, wie der Ausbildungsweg zum Vermessungstechniker verläuft. Geodäten und Vermessungstechniker sind Wissenschaftler, die sich mit der Erdoberfläche beschäftigen. Sie vermessen die Erde und tragen dies dann in unsere Kartensysteme ein, womit sie auch die Daten für unsere Navis und Routenplaner-Apps fürs Handy erzeugen. Danach erklärten uns zwei sehr nette Auszubildende (die eine macht ein amtliches duales Studium und der andere macht eine Ausbildung bei einem privaten Unternehmer), was sie genau bei ihrer Ausbildung machen müssen (z.B. häufig ein Grundstück im Außendienst ausmessen). Außerdem erklärte uns der Auszubildende den Unterschied der beiden Ausbildungen. Im Grunde machen sie dasselbe, nur dass er im Gegensatz zur Frau am Ende nicht verbeamtet wird, sondern ein eigenes Unternehmen gründen oder weiter in dem privaten Unternehmen arbeiten kann.

Danach teilten wir uns in drei Gruppen und wurden zwei Stunden durch die Halle zu verschiedenen Ausstellern geführt. Unsere erste Station war ein Stand von Geodäten, die auf dem Land arbeiten. Sie zeigten uns einen kurzen Film, in dem es darum ging, dass ein Team von Geodäten die Grundstücke von verschiedenen Bauern in einem kleinen Dorf zur besser Nutzung neu verteilt. Sie maßen Grundstücke und verteilten sie effektiv neu unter den Grundbesitzern. Jeder hatte so am Ende wieder eine gleich große Bestellfläche, nur effektiver zusammenhängend. Danach besuchten wir einen Stand, wo wir unsere Körpergröße messen lassen konnten: Die Geodäten an diesem Stand hatten ein Gerät entwickelt, womit man die Höhe vom Boden bis zum Messpunkt des Messgeräts messen kann. Jeder aus meiner Gruppe durfte sich einmal darunter stellen und sich messen lassen. Bei mir kam 1,68 m raus, obwohl ich mir sicher bin, dass ich min. 1,70 m groß bin… Bei der darauffolgenden Station ging es darum, Messwerte wiederzugeben. Der Mann am Messestand erklärte, dass sie ein Gerät entwickelt haben, das die Entfernung zu Gegenständen in der Umgebung bis zu einer Entfernung von 25 m messen kann, wobei alle 5 mm ein neuer Messpunkt aufgenommen wird. Dies sei wichtig, da sie somit ein sehr reales 3D-Modell der Baustelle erstellen und so besser ein Bauprojekt (z.B. Umbau der Gleisanlagen an einem Bahnhof) planen und konstruieren können. An der letzten Station wurde eine Karten-App vorgestellt, die laut der Person, die uns über die Messe führte, ein bisschen wie Wikipedia funktionieren würde. Als Nutzen kann man Kommentare hinterlassen oder die Karte verändern (d.h. Informationen hinzugeben, wie z.B. die Anzahl der Stockwerke, Öffnungszeiten des Geschäftes, Baustellen etc.).

Danach durften wir uns noch ein bisschen in der Halle umschauen. Meine Freundinnen und ich entdeckten einen Fahrsimulator (man steuerte ein Auto mit einem Kontroller). Am Ende fanden wir es witziger, meiner Freundin zuzuschauen als es selber zu probieren.

Die nette Frau hielt am Ende noch eine Rede darüber, dass wir jungen Leute der Nachwuchs von morgen bei den Geologen seien, hohe Aufstiegschancen hätten und nicht schlecht verdienen würden. Danach gingen wir noch in die Halle unter Halle 12.1. In dieser Halle befanden sich jedoch zum größten Teil Drohnen. Daraufhin war die Exkursion auch schon zu Ende.

Wenn man am Ende seiner Arbeit keine Lust mehr hat, als Vermessungstechniker zuarbeiten, kann man auch Polizist werden, denn Autofahrer fahren grundsätzlich langsamer, wenn sie einen Vermessungstechniker zusammen mit einem „Blitzer“ (Theodoliten) sehen.

Text: Anouk Niederberger

Am 18.10.2018 war ich mit meiner Klasse, der 9g, auf der INTERGEO in Frankfurt, einer Fachmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. In Begleitung von unserem Physiklehrer wurden wir in drei Gruppen von teils Studenten der oben genannten Fachbereiche durch die Stände, der verschiedenen Unternehmen geführt. Wir wurden über die Ausbildungs- und späteren Studienmöglichkeiten aufgeklärt. An den verschiedenen Ständen wurden uns dann Kurzfilme gezeigt oder erklärt, zu welchen Themenbereichen gearbeitet und wie dabei vorgegangen wird. Einem Großteil der Klasse, mich mit einbeschlossen, hat der Leica-Stand für Landvermessung am besten gefallen, weil man dort auch selbst interagieren konnte.

Als Fazit kann ich sagen, dass es ein informativer und interessanter Ausflug war, den ich nur weiterempfehlen kann.

Text: Patrick Skoko

Fotos: Christoph Maitzen

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